Forever young oder das Problem mit der Mindesthaltbarkeit

Frost hat ja durchaus gute Seiten - nicht nur optisch
Der allgemeinen Diskussion um Sinn und Unsinn eines Datums, an dem ein Produkt nicht mehr perfekt ist, möchte ich eine eigene kleine Überlegung entgegenstellen:

7 Jahre hat mein Mann den Winter über (und zwar an 2-3 Tagen der Woche) in seiner Trödelhalle verbracht.
Und häufig ganz leise vor sich hin gefroren.

Denn die Halle war nicht nur nicht beheizbar – meist waren die Temperaturen darin deutlich unterhalb der herrschenden Außentemperatur.
Ich habe mich insgeheim gefreut, dass weder er noch einer seiner Kunden je an einem Gegenstand festgefroren sind…

Alle haben Mitleid mit ihm gehabt und ich glaube, dass hat ihm gut getan.
Jetzt ist Schluß damit.

Sein neuer Laden ist nicht nur ebenerdig, sondern auch beheizbar 😉

Allerdings hat dies auch Nachteile.

So habe ich ja zunächst (ganz ungeplant) einen jüngeren Mann geehelicht und dann hat die Kälte – erwiesenermaßen – nicht nur konservierende sondern im Schulterschluß sicher auch verjüngende Dienste geleistet.
Und jetzt?!

Jetzt wird er sein Mindesthaltbarkeitsdatum bestimmt schneller erreichen.
Nicht etwa, dass die Gefahr besteht, dass er mich dabei einholt.
Aber trotzdem.
Man darf doch mal ein wenig jammern, oder?

Wer hat es poltern hören?

Heute kam eine DVD aus Mainz.
Die Bilder zur Malede.

Ich habe mich kaum getraut, reinzuschauen. Aber – dem Tüchtigen lacht das Glück (oder so ähnlich) heißt es.
Die alten Aufnahmen sind super!
Ich bin total gerührt, dass die Mombacher sie für mein Buch hergeben und kann mich kaum entscheiden.
Und diesmal bleibe ich hart – ihr müsst sie euch im Buch anschauen – hier gebe ich keine Preis…

Die Nudel macht´s

So müssen sie aussehen - dann klappt´s auch mit dem Auflauf.
Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass unterschiedliche Nudeln ganz unterschiedlich schmecken?!
Und da meine ich jetzt nicht frische oder getrocknete, Eier oder Hartweizen, deutsche oder italienische…

Es geht mir um die Form, Länge und teils auch die Dicke der Nudeln.
Mancher mag sich fragen, warum die Italiener jeder Nudel einen eigenen Namen geben.

Ich finde das ganz richtig!

Und so bin ich immer wieder auf der Jagd nach echten „Makkaroni“.
Nicht die kurzen Rohrdnudeln, die man heute ab und an im Laden unter dieser Bezeichnung oder als „Maccaroni“ findet.

Nein – ich suche die ganz langen und möglichst umfangreichen.
Früher gehörten sie zum deutschen Nudel-Standart.
Und lagen direkt neben den Spagetti.
Und den Hochzeitsnudeln…

Jetzt muss ich suchen.

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Slow zieht die Karawane weiter….

Immer mit dabei - unsere Schnecke
Unsere monatlichen Stammtische des Slow Food Conviviums Fünfseenland wandern seit 2008 durch drei Landkreise – Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg.

Damit alle es mal näher oder weiter haben und wir neue Lokale und Gegenden kennen lernen.
Denn das Convivium ist flächenmäßig groß.
Da sind die Strecken manchmal wirklich weit.

Natürlich gibt es einen harten Kern, der alle Wege auf sich nimmt – und einige Wiederkehrer.
Wir wechseln schließlich auch ganz bewußt die Tage der ersten Monatswoche, damit jeder mal einen Versuch starten kann…

Aber es gibt vor allem immer wieder neue Gesichter, die den Stammtisch nutzen um uns (und die Slow Food Idee) kennen zu lernen.
Nachbarn, Neugierige, Slow Fooder und solche, die es werden wollen.

Die stoßen dann auf eine kleinere oder größere genussbegeisterte Menschengruppe –
unschwer zu erkennen an unserer Schnecke!

Und am neugierigen Blick auf den Nachbarteller.

Denn wenn wir uns auch beim nachbarlichen Naschen (zumindest meist) zurückhalten – schauen tuen wir immer, was der andere da gerade bekommen hat!

Wer also Lust hat, ist herzlich eingeladen, uns kennen zu lernen:

Mittwoch 7.3.2012 ab 19 Uhr, Alte Schule, Gröbenzell
Dienstag, 3.4.2012 ab 19 Uhr, Emmeringer Hof, St. Ottilien
Mittwoch, 2.5.2012 ab 19 Uhr, Gasthof zum Bären, Gauting

Die hohe Kunst des Vitamin B

Vitamine gelten weithin als gesund und wichtig. Nur derjenige, der keine hat steht dumm da. Überdeutlich wird dies beim Vitamin B.

Da unterscheide ich übrigens gleich mal 10 Arten.
Also auf jeden Fall zwei mehr, als sonst üblich.

Die anderen Vitamin B Komplexe beschränken sich ja auch auf Nahrung und chemische Substanzen.

Und selbst hier tanzt ein Vitamin gleich mal aus der Reihe – B12.
Es ist nicht pflanzlich, lässt sich aber als einziges speichern.
Im Körper.
Weil es nicht wasserlöslich ist…

Meine beiden zusätzlichen sind auch nicht pflanzlich – und doch ist die Speicherdauer begrenzt.
Bei mir steht B für „Beziehungen“.

Allerdings unterscheide ich nachdrücklich zwischen zwei Unterarten:

Dem Netzwerker-B und dem Lobby-B
Vielleicht etwas kleinlich, aber wenn man in der Chemie genau ist, darf man es schließlich auch im Leben sein 😉

Netzwerker-B ist ein in unserer Zeit enorm hoch geschätztes Vitamin.

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Vermißtenmeldung

Und plötzlich ist er weg.
Der See.

Eine glatte, weiße Fläche liegt nun dort, wo sich sonst das Wasser des Ammersees dunkel vom verschneiten Ufer abhebt.

Aber ganz zugefroren ist er nicht – im Norden und Osten gibt es noch Wasserflächen.

Mal schauen, wie lange es dauert.

Bislang haben wir nur einmal erlebt, dass er ganz zugefroren ist: 1996.

Aber keine Angst – wir sind natürlich nicht rübergelaufen… 😉
Wir doch nicht!

Und natürlich sind wir uns auch ganz sicher, dass er bald wieder auftaucht….