Das Fast Food Ministerium

Ihr glaubt in Harry Potters Zauberer-Welt gibt es die seltsamsten Ministerien und weltfremdesten Politiker?

Weit gefehlt: Berlin ist die heimliche Hauptstadt der Skurrilitäten (auch in Essensdingen) und des politischen und menschlichen Unverstandes.

Realität schlägt Phantasie! Haushoch. Leider.

Denn das Verteidigungsministerium hat in den letzten vier Jahren für rund 73.000.- Euro Gutscheine einer Fast Food Kette mit goldenem M an Schüler ausgegeben.

Alles ganz geplant und legal – schließlich können nicht alle Besucher in der Kantine versorgt werden und es fand eine ordentliche Ausschreibung statt. Dumm nur, dass bei öffentlichen Ausschreibungen mehr gerechnet als geschmeckt (und gedacht) wird.

Oder soll vielleicht nur sicher gestellt werden, dass den Schülern nach der Besichtigung des Jungschen Hauses auch wirklich endgültig schlecht wird?! Brauchts doch gar nicht!


Wenn man sich in Berlin mal umschaut, kann einem nur schlecht werden: da weiß eine Hand nicht was die andere tut – und beide tuen es locker aus dem Ellenbogen heraus mit unserem Geld!

Und so stellen das Gesundheits- und Verbraucherministerium bis 2011 zusammen 30 Millionen Euro für den nationalen Aktionsplan: „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ bereit. Dort kämpft man für Schulobst und ausgewogene Ernährung.

„Die Entscheidung des Bundesrates, den Vermittlungsausschuss zum Schulobstgesetz anzurufen, bedauere ich sehr,“ sagte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Gert Lindemann heute anlässlich der Entscheidung des Bundesrates.
Quelle: Pressemitteilung des BMELV vom 10. Juli 2009

Naiv, oder?!
So blauäugig sind die Kollegen im Verteidigungsministerium nicht.

Essen bei McDonalds entspreche den „Lebensgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler“, heißt es im Schreiben des Verteidigungsministeriums an die Grünen-Verbraucherschutzexpertin Ulrike Höfken.

Ulrike Höfken hatte diese Sache übrigens ans Licht gebracht… und ich muss euch ehrlich sagen – ich finde das hier schlimmer als Ulla Schmidts Wagen in Spanien.

Aber bei der einen Geschichte geht es um des deutschen liebstes Kind und bei der zweiten ja nur um unsere Kinder…

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