Manchmal will man es ja gar nicht so genau wissen…


Aber einfach die Augen zu verschließen, ist schließlich keine Alternative.
Und so freue ich mich natürlich über die Informationen, die mir Woldemar Mammel telefonisch zu Linsen gibt. Schließlich ist das sein Spezialgebiet… Mammel ist der Biobauer, der die Ur-Alblinsen gesucht und gefunden hat und damit dafür verantwortlich ist, dass auf der Schwäbischen Alb nun wieder eigene Linsen für das Traditionsgericht „Spätzle mit Linsen“ mühsam angebaut werden.

Als ich mich das erste mal mit dem Linsenanbau beschäftigt habe, sind mir ganz schön die Augen aufgegangen. Da die Linsenpflanzen ranken brauchen sie einen starken Partner an ihrer Seite. Dazu nehmen die Landwirte auf der Alb traditionell Gerste.
Und nach der Ernte müssen die Körner dann wieder voneinander getrennt werden.
Wißt ihr wie klein so eine Linse ist?
Und ein Gerstenkorn?
Und was da sonst noch so biodynamisch wächst…

Da habe ich immer gleich das Bild von Aschenputtel vor Augen, wie die die kleinen Körnchen aus der Asche holen soll… zumal Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ein absoluter Lieblings-Weihnachts-Film in unserer Familie ist.

Um sich die Arbeit also zu erleichtern, arbeiten die Kanadier (die die größte Linsenproduktion weltweit haben) mit dem Totoalherbizid Glyphosat und töten die Pflanzen, damit sie gleichmäßig abtrocknen. Also genau so, wie unsere konventionellen Bauern beim Getreide und den Kartoffeln… HALLO?!
Habe ich da irgendwas nicht mitbekommen?

Ich mag erst gar nicht glauben, was Mammel mir da erzählt und muss aber nach kurzer Recherche zugeben – es stimmt.
Am Abend erzählt mir dann ein Freund, das ich überhaupt mal schauen sollte, was so in normalem Mehl steckt: Ascorbinsäure.

Natürlich weiß ich, dass in der Landwirtschaft nur das Klischee von Landlust und Co aufrecht erhalten wird. Aber dass die Bauern heutzutage unser Essen vergiften, bevor sie es uns verkaufen. Eine grauenhafte Erkenntnis, die mich leider immer weiter auf meinem Pfad zu mehr Wissen über diese Zusammenhänge antreibt. 

Und ich lasse mir das Kochen und den Genuss von niemandem vermiesen!

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