Lakritz-Muscheln – schwarz und lecker

Mein Mann ist ja bekennender Lakritz-Genießer-Vertilger-Nascher-Liebhaber-Konsument – was auch immer ihr wollt….

Ich nicht.

Überhaupt nicht.

Um so seltsamer ist es, dass mir diese Muscheln, die mit einem kräftigen Schuss Pastis gewürzt werden, ausnehmend gut schmecken.

Hoffentlich fange ich nicht noch an, meinem Göttergatten die schwarzen Schnecken vom Schreibtisch weg zu naschen – zur Zeit begnüge ich mich mit den Gummibärchen, die sich da manchmal geschickt zwischen verstecken…das lässt er lächelnd geschehen.

Doch bei Lakritz-Diebstahl hört die Liebe glaube ich schnell auf 😉

Auf jeden Fall gefällt dieses Rezept uns beiden – nur der Sohn schüttelt zweifelnd den Kopf.

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Zauber des Nordens – das Programm der Kunstbanausen startet

Wir starten am kommenden Samstag, 23.10.2010 in einen hochmusikalischen Herbst und beginnen unsere Saison mit vier Musikern, die nicht nur zum renommiertesten Ensembles zeitgenössischer europäischer Folklore gehört, sondern zum Teil mit ihren Auftritten bei uns in den letzten Jahren einen festen Fankreis gewonnen haben.

Völlig Zurecht.

So trat der Violinvirtuose Harald Hauggard sowohl im Duo mit seinem langjährigen Weggefährten dem Gitarristen Morten Hoirup im KIK auf, als auch beide zusammen in Kombination mit der Frauenhofer Saitenmusik beim „Dänisch-Deutschen Saitentreffen“.

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Dreierlei Zweierlei

Ist euch schon mal aufgefallen, was für ein außergewöhnliches Bild das Wort MEERRETTICH ergibt?!

Ein Wort, das 3mal Doppelbuchstaben sein eigen nennt – da muss ich doch glatt suchen, bis ich weitere Beispiele finde:

Grippeerreger oder Vanilleessenz sind zur Zeit meine Favoriten.

Eine schnöde Alleen-Vielfalt kann da nicht mithalten.

Und alles wieder nur, weil ich Lachstartar an Meerrettichschaum für euch beschreiben wollte 🙂
Wobei TARTAR ja auch sehr fein ist, oder ?!

Und die Rezepte sind es eh…

Den Tartar habe ich erstmals aus Räucherlachs gemacht – ich hatte noch ein tolles Stück (aus Norwegen eingeflogen) eingefroren und der zu kaufende frische Lachs sah nicht wirklich nach Tartar aus. Muss ja dann auch nicht sein.

Lachstartar

Frischen oder sehr guten, geräucherten Lachs mit einem scharfen Messer in kleinstmögliche Würfel schneiden. Auf keinen Fall mit der Küchenmaschine versuchen – das wird nur Brei und wenig lecker.

Ein Schuß gutes Olivenöl (nicht zu intensiv – ich habe Ligurisches genommen), weißer Pfeffer, frischer gehackter Dill – nicht zuviel.
Ein wenig Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale.
Bei dem geräucherten Lachs habe ich auf Salz verzichtet – abschmecken ist extrem wichtig und weniger immer erst mal mehr.

Meerrettichschaum

1 Glas Fischfond (etwa 150 ml)
150 g frischer Meerrettich
2 Blatt weiße Gelatine
250 ml Schlagsahne
etwas Salz

Meerrettich schälen, fein reiben. Den Fischfond erhitzen – den geriebenen Meerrettich in der heißen Brühe etwa eine Viertelstunde ziehen lassen.
Die Brühe durch ein Sieb abgießen – bitte die Brühe bewahren – nicht die Meerrettichreste 🙂

Dann solltet ihr probieren, ob es noch etwas Salz braucht.

Gelatine nach Packungsvorschrift in kaltem Wasser einweichen und dann in der noch warmen Brühe auflösen. In den Kühlschrank stellen.
Wenn die Brühe zu stocken beginnt, die geschlagene Sahne unterheben.
Noch mal abschmecken.

Dann etwa 3 Stunden kühlen lassen.

Dazu unbedingt Schwarzbrot reichen – das schmeckt besonders gut.

Leider sehr gut

…ist unsere einhellige Meinung nach dem genussvollen Verzehr dieser Nudeln.

„Warum leider?“ fragt der Nachwuchs da prompt.

Ganz einfach: die Grundzutaten stammen – bis auf den Uri von Andechser – aus dem Laden meiner Freundin Andrea.
Und sind damit zwar qualitativ nahezu unschlagbar, aber berechtigter Weise auch etwas kostspieliger.

Darum „leider“.

Anderseits spart man aber natürlich viele zusätzliche Zutaten.

Das Gericht besteht aus »Spaghetti Mancini« aus Hartweizen, Alimentari Olivenöl aus Sizilien, gehobeltem (oder besser noch geriebenem!) Uri und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer.

Basta ist die Pasta – und kommt damit zwar nicht in meine Diät-Hitliste, aber auf jeden Fall in die Kategorien „Plötzlich hungrige Gäste“ oder auch „Ich mag nicht kochen, hab´aber Hunger“.
Und da aus dem Stand in die oberen Ränge 🙂

Außerdem hat Andrea mir ja das Rezept auch gleich noch frei Haus mitgeliefert – da habe ich ja schon wieder gespart…

Feines Hühnchen auf Holz

Yakitori heißt im Japanischen eigentlich „Grillhähnchen“.. hat aber mit der deutschen Breuler-Version wenig gemein.
Zum Glück.

Vielmehr lebt das Gericht von zartem Hühnerbrustfleisch (und wenn ich es nicht für meinen Sohn und dessen Freunde auffädel) auch einigen Frühlingszwiebeln, die auf Holzstäbchen geschoben und mit der eigens bereiteten Soße bepinselt werden.

Die Soße macht alles asiatisch-würzig und schützt vorm Austrocknen – wobei ich auch bei der Zubereitung am Herd darauf achte, nicht zu heiß zu braten 🙂
Oder meinen Mann beim Grillen scharf von der Seite anschaue…

Die Yakitori-Soße koche ich in größerer Menge und verwahre sie in einer Tupperdose im Kühlschrank. Durch die Kälte wird sie auch noch etwas fester und lässt sich dann besser aufpinseln.
Salz oder weitere Gewürze braucht es nicht 😉

Yakitori-Soße – diese Mengen kann man gut hochrechnen

100 ml dunkle Sojasoße. Japanische. Denn natürlich gibt es da schon Unterschiede – sehr gut erklärt ist das hier bei Japan Access
(zur Not geht auch die dunkle chinesische…)
100 ml Sake – wenn man keinen Reiswein hat geht auch ein heller Sherry Dry oder zur Not ein lieblicher Weißwein
2 EL Honig
je nach Geschmack Sternanis, Zimtstange oder auch ein Stückchen frischen Ingwer mit kochen

Wie ihr schon merkt, ist das ein Rezept mit tausend Varianten 🙂
Alle Zutaten in einem Topf mischen und den Honig einrühren. Die Gewürze in ein Teeei oder Säckchen geben, damit man sie nach dem Kochen wieder entfernen kann.
Die Soße bei mittlerer Temperatur um ein Drittel reduzieren lassen.