Holt den BigBrother Award nach Bayern

800px-big_brother_awardsde_logosvg„Big brother is watching you“ – sei dir bewusst, dass du nie alleine bist.
George Orwell hat Big Brother (den „großen Bruder“) in seinem Roman „1984“ zu dem Begriff gemacht, den wir heute damit verbinden: einer allmächtigen, alles überwachende Staatsgewalt.

Als das Buch 1949 erschien war es für viele reine Science Fiction. Düstere Zukunftsalpträume. Dabei brachte es die sozialen und politischen Gefahren einer globalisierten und totalitären Welt wirkungsvoll zum Ausdruck.

In den Achziger Jahren des letzten Jahrhunderts, ahnten dann schon einige, wie nah Orwell der Realität gekommen war. Das Jahr 1984 kam und ging.
Die Menschen schienen auf der Hut und so wurde zum Beispiel die Volkszählung in Deutschland (die seit 1981 geplant, auf 1983 verschoben und dann erst 1987 durchgeführt wurde) zu einer Kraftprobe zwischen Bürgern und Staat.

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Wenn die Ärmel kürzer werden

Die große Schlemmerzeit liegt jetzt erstmal wieder hinter uns. Und die Tage werden auch wieder länger. Das ist doch schon mal was 🙂

Nach dem Jahreswechsel braucht man niemandem etwas anzubieten… alle lehnen dankend ab.

Es war von allem wohl doch etwas zuviel. Mancher hat das Weihnachtsfest als „aufstehen, hinsetzen, essen, aufstehen, hinsetzen, essen, trinken, aufstehen, schlafen“ erlebt und beschrieben.

Da tuen mir natürlich die Geburtstagskinder besonders leid… gerade die vom 2.1. – noch dummer kann es wohl kaum laufen.
Meine Mutter war so ein Geburtstagskind und ich habe mich auch immer geärgert, wie schwierig frische Blumen an diesem Tag zu besorgen sind. Der Alltag startet erst ab dem 3./4. Januar. Und dann auch nur auf Sparflamme.

Zauberhaft war in diesen Tagen die Diskussion eines befreundeten Ehepaars:

Er beschwerte sich bei uns (und natürlich auch irgendwie bei ihr), das die Ärmel seines Hemdes kürzer geworden wären – überhaupt sei das ganze Hemd ein wenig knapp.
Ihre Antwort: das ist nicht eingelaufen, du ißt nur zu gerne und zu viel!

Ich glaube fast, dass beide Recht haben – denn das die Arme wachsen, scheint mir unwahrscheinlich – doch das Bäuchlein war definitiv ein Weihnachtsgeschenk.

Hannes – der Trapper

Der neue Pfad ins Moos
Der neue Pfad ins Moos

Trap Trap der Trapper, Trip Trip der Indianer.. ich war heute wohl eher Indianer, denn der Pfad, den Hannes ausgekundschaftet hatte, war nicht frei gegeben…

Hat die Dießener aber natürlich nicht abgehalten, sich selbst mal ein Bild des neuen Stegs und Aussichtsturms im Ammermoos zu machen. So war da ganz schön was los.

Das Projekt – das 2008 erstmals an die Öffentlichkeit drang und Kernstück eines Besucherlenkungskonzeptes im Naturschutzgebiet werden sollte (was für ein Titel) – wurde im Spätsommer des gleichen Jahres wieder gestoppt.

Doppelt so teuer wie geplant – statt 110 000 Euro sollten über 200 000 Euro für einen etwa 200 Meter langen Holzsteg und einen Aussichtsturm im Ramsargebiet fällig werden. Schuld sollen Rollstuhlfahrer und Schulklassen gewesen sein – damit auch sie den Turm nutzen können, waren statische Erweiterungen nötig, die das Budget sprengten.

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Demokratische Wünsche zu Weihnachten

Dieser Tage schwappen die Emotionen in Dießen mal wieder hoch.
Die Bürger sammeln sich und begehren auf.
Treffen sich am Sonntag, 13.12.2009 um 10:30 Uhr an der Auffahrt zur Villa Romenthal – genau da wo das neue Gewerbegebiet entsteht.

Denn Streitpunkt ist die dort (noch) gelegene Romenthal-Allee.

Der Bauausschuß der Gemeinde hat einstimmig (na wie auch sonst, ist ja schließlich eine demokratisch gewählte Gemeindevertretung mit 8 politischen Gruppierungen) einer Komplett-Sanierung zugestimmt.

Sanierung klingt ja erstmal nicht so schlimm. Aber bei Bäumen – aus denen eine Allee schließlich besteht – geht es um alles oder nichts.

Also: weg mit dem alten Plunder!
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Die Ankunft des Herren

Die Adventszeit ist die Zeit des Jahres, in der alles etwas sinniger und sinnlicher von Statten gehen sollte.
Man beachte leider den Konjunktiv… aber zum Glück gibt es findige Menschen, die uns da ein wenig auf die Sprünge helfen.

Zum Beispiel mit einer weihnachtlichen Parkscheibe. Und die hat – wie so vieles im Leben – zwei Seiten.

Eine ist weihnachtlich gülden, ein wenig überladen aber durchaus im weihnachtlichen Sinne prachtvoll.
Die andere ist schlicht und sehr nah am Vorbild – da erkennt man erst auf den zweiten Blick den weihnachtlichen Aspekt.

Als kleiner Test der Aufmerksamkeit der Verkehrsüberwachung… der Einsatz ist natürlich absolut korrekt – eigentlich bräuchten wir ja nur einen Zettel, auf dem die Ankunftszeit vermerkt ist… aber so eine Parkscheibe ist da schon eine sinnvolle Alternative.

Und im Dezember nehme ich dann diese. Wenn ich sonst schon keine Zeit und wenig Sinn für den Advent erübrigen kann 🙂

Seit 1908 gibt es übrigens die gedruckten Adventskalender, seit 1920 mit Türen, die sich öffnen lassen. Auch was für unsere hektische Zeit, in der jeder von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier hetzt und sich schnell noch auf einen Glühwein am Stand verabredet.
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