Kleiner Seetanz

Ihr ahnt ja nicht, wie viele und vor allem gänzlich unterschiedliche Gedichte es mit Bachstelzen gibt.
Dabei ist ein Reim auf Bachstelze nicht unbedingt naheliegend….Pelze und Schmelze – ach ne.

Doch es gibt durchaus gelungene Versuche.

Mein Herz schlägt gleich mal zwei Takte höher, wenn ich die Plattsnackers lese.

„Wippsteert“ – allein im Namen ist doch wirklich schon alles drin, was diese kleinen hüpfenden Vögel auf ihren dünnen Beinen so ausmacht.

Auf Föhr versteht man das politisch-satirische Gedicht De güülbük („Die Bachstelze“) bestimmt.
Ich dachte immer, nur die türkische Sprache verbraucht beim Scrabbel alle Üs 😉

Das Gedicht De güülbük habe ich übrigens nirgends finden können… nur immer Hinweise, dass es das bekannteste des Germanisten Otto Bremer sein soll.
Hätte mich ja schon interessiert…

Bei Heinrich Seidl geht es um Untreue.
Der hüpfende Vogel selbst ist Zeuge und Überbringer schlechter Nachricht.

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Sammeln ohne Wut

Kennt ihr den Unterschied zwischen Sammlern und Anhäufern?
Ich schon.

Sammler haben ein Ziel, eine Mission und ein klar definiertes Sammelfeld.
Natürlich beschränken sich die wenigsten im Laufe ihres Lebens auf ein einziges Objekt der Begierde.
Wer einmal sammelt, dem fallen auch andere Dinge ins Auge, die sich zusammentragen lassen.

Ein Anhäufer dagegen sammelt alles. Oder kann vielleicht nur nichts weggeben.
Könnte man ja schließlich noch mal brauchen.
Keine Ahnung wann und ob wirklich – aber das ist in diesem Moment gar nicht so wichtig 😉

Im Dießener Taubenturm des Heimatvereins gibt es gerade eine Ausstellung (mit den Ammersee Heimatforschern) unterschiedlichster Sammlungen.

„Wer sammelt was in Dießen?“
Sammler zeigen ihre Schätze.
Nicht der Wert zählt da, sondern die Idee.

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Ich bin dann mal weg…

… und werde die Zeit nutzen um den Wolken hinterher zu schauen, Menschen zu beobachten und mich nicht um diesen Blog und andere Herrlichkeiten des Internetzeitalters zu kümmern. Also nicht wundern, sondern mit mir freuen.

Ab Anfang Juli hört und seht ihr wieder etwas von mir.

Eine schöne Zeit.
Eure Anne

Kleines Wimmelbild

Im Dießener Schacky-Park findet sich ein lebendiges Wimmelbild.

Eigentlich ja ein Schwimmelbild.

Ganz nach Ali Mitgutschts Art, ganz ohne Text – dafür mit viel Liebe zum Detail….
Und ausgezeichnet versteckt im Laichkraut auf dem Teich.

Kein Foto habe ich von den 10-20 weissen Waldvöglein, die am Ufer unter den Buchen ein zuhause gefunden haben.
Dabei sind die gar nicht so schnell, wie man denkt – es handelt sich nämlich um eine heimische Orchideenart.

Am kommenden Samstag, 11.6. führt Andrea Weinzierl ab 15 Uhr alle Interessierten durch den Park.
Natürlich kostenlos 🙂 Aber mit der Hoffnung auf Spenden…
Treffpunkt ist der hintere Eingang in Richtung SOS Kinderdorf.

Dann habt ihr vielleicht die Gelegenheit selbst nach den Kleinen zu schauen und sie zu zählen.

An die Tassen, fertig – auf geht´s

Dunkel, stark und bitter-süß.
Der Töpfermarkt hat sein Herz für Genießer entdeckt: Schokolade und Kaffee sein Thema 2011.

Das gestalten die Hafner ganz klassisch mit Kannen und Bechern, aber natürlich können auch Schalen und Dosen hervorragend mit dunklen Verführungen befüllt werden.
Klein oder groß, bunt oder „noncolors“ – also weiß, creme oder beige – damit der Inhalt bestmöglich zur Geltung kommen kann.
Das ist eine Stil – und weniger eine Geschmacksfrage 😉

Und Etageren präsentieren Schokoladiges doch wirklich stilvoller als jede Hochglanz-Pralinenschachtel.
Auch wenn ich es bei meiner Oma immer etwas altmodisch fand – diese Tellertürme liegen voll im Trend. Und halten damit schwungvoll Einzug in unsere Küchenschränke und auf schön gedeckte Tafeln.

Zumal die Gefäße auf dem Töpfermarkt schon immer für sich alleine ein Hingucker sind: Tassen mit Füßchen, Schalen mit oder ganz als Figuren – bunt und gerne ein wenig verrückt – oder auch edle Porzellangebilde – hauchzart und individuell.

Die vier Tage (von Himmelfahrt bis Sonntag) die nun vor uns liegen, laden zum Schauen und Kaufen bei 160 Keramikern aus der ganzen Welt in die Seeanlagen von Dießen.

Und wie jedes Jahr, halte ich die Daumen, dass das Wetter mitspielt und sich die Arbeit der Keramiker auszahlt.
Und ich nicht zuviel finde, dass unbedingt mit zu uns muss… hier ist nämlich leider wegen Überfüllung geschlossen… vorübergehend. Hoffe ich.

Trockener Knabberspaß

Für den einen sind sie „die wohl trockensten Stangen der Welt“, für den anderen als Appetithäppchen unverzichtbar.

Und auch wenn mein Mann eher der eine ist, hat er doch nicht gezögert sich an der Herstellung dieser Knabberstange aus dem Piemont zu versuchen. Zumal ich ja sowohl auf trockenen Wein und Humor, als auch auf trockenes Gebäck stehe.
Und ihn natürlich!

Eine neue Herausforderung für Mann und Ofen.
So was ist hier gerade herzlichst willkommen 😉

Roberts Rezept haben wir zu spät entdeckt – das werden wir aber ganz bestimmt noch mal ausprobieren.

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