Kids + Teenies = Keenies

Manchmal frage ich mich wirklich, was die Kollegen dabei reitet?!

Weil es für die Gruppe der 11-14 jährigen ihrer Meinung nach keinen passenden Namen gibt, haben sich die Redakteure des Zeitmagazins den Begriff der „Keenies“ ausgedacht – noch Kinder aber doch schon Teenies.

Dabei ist der Ausdruck „Keenies“ Perry Rodan und Atlan Fans durchaus ein Begriff:
ein terranerähnliches Volk mit schwarzblauer Hautfarbe. Primitiv und muskulös. Lebt auf dem Dimensionsfahrstuhl Pthor… na, passt doch prima zu unseren Kindern, oder?!

Und wenn wir schauen, was es mit dem englischen Ursprung des Wortes auf sich hat:

keenie

Derogatory term. Derived from the verb ‚to be keen‘. Usually a schoolphrase, it’s a person who is desperate to get things right. Note, not necessarily a clever person, just someone who sits at the front of class and kisses the teachers ass and wants to know everything. Note, not a snobby or smartie-pants. Just a really big keenie. Can also be adapted into the adjective ‚keenified‘ By the way, just call people it because it makes them cry. No seriously, its a general mick take in the playground, not very offensive.
‚Hahaha, you asked for extra homework you keeeenie‘
‚You are so keenified, you just finished your work first‘
Quelle: Urban Dictonary

…dann kommen mir wirklich Zweifel, ob es da (wenn denn unbedingt ein neuer Name her muss) nicht bessere gegeben hätte. Ein „Streber“ oder „Schleimer“ will schließlich keiner sein.

Da sieht es bei „Teenager“ doch ganz anders aus:

Der Begriff Teenager stammt aus dem Englischen und bezeichnete dort ursprünglich einen Menschen, der zwischen 13 (thirteen) und 19 (nineteen) Jahren alt ist. Die Zahlen 13 bis 19 enden im Englischen auf „teen”. Wegen der früher eintretenden (körperlichen) Reife werden heute jedoch auch Elf- und Zwölfjährige entgegen der ursprünglichen Bedeutung als Teenager (oder abgekürzt als „Teenie“/„Teen“) bezeichnet.
Quelle: Wikipedia

Die Dr. Sommer Studie 2009, die Grundlage des Zeitmagazins war, hat übrigens darauf verzichtet, die 11 bis 14jährigen von den Teenagern abzusondern. Dort wird von der „Generation Sehnsucht“ gesprochen… das finde ich zwar ein wenig schwülstig aber deutlich besser.

Ach ja, wie das Zeitmagazin ist??!
Ganz o.k.

Mir hat der Beitrag über Paula & Paul gefallen – vor allem was die beiden selbst formulierten – und die Problemanalysen der Teenager mit passenderer Antwort der Eltern.
Aber es nervt (mich!) das ausschließlich Berliner Gymnasiasten zu Wort kamen…. und davon 80% Mädchen… da hätte ich mir etwas mehr Bandbreite erwartet.

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