Der neue Reiz der Zeitung

So bekommt man einen ganz neuen Blick auf Zeitungen
Das Rumnörgeln gehört bei uns zum Zeitungslesen.
Und sicherlich nicht nur bei uns…

An der politischen und wirtschaftlichen Lage, am (zu umfangreichen) Sportteil, an den Themen des Feuilleton und aber vor allem auch, an der Zeitung selbst kann man seinen Frust und Ärger festmachen.

Alle Jahre wieder kommt sie daher auf den Prüfstand und wird Stück für Stück zerlegt.
Oft ist das Ergebnis ernüchternd und die Suche nach einer Abo-Alternative beginnt…. vergebens.

Nach einigen Fremdgängen stellt man fest, dass dies doch die einzig wahre Morgen-Mittags-Abend-Lektüre ist.
Und so bleibt sie.

Nun habe ich dank unserer momentanen Alltagssituation ein ganz neues Prüfkriterium entdeckt – die Zerreißprobe.
Also das „Seite für Seite“ zerlegen.


Unabhängig vom Inhalt – den ich aus Zeitmangel gerade doch sehr vernachlässige – rücken die Packeigenschaften aktuell sehr in den Focus.
Erstmals, muss ich gestehen.

Zur Wahl stehen vor allem die regionalen Verlegerprodukte:
Süddeutsche, Ammerseekurier, Landsberger Tagblatt, Kreisbote.

Und die taz – denn die steckt bei uns morgens im Briefkasten.
Das Abo der Zeit besteht gerade (mal wieder) nicht mehr – eigentlich dumm – denn da bekommt man ja richtig viel Papier fürs Geld…

Von einigen Freunden habe ich zusätzlich auch Ausgaben von „freitag“ und „BILD“ erhalten…. vielleicht muss ich in ruhigeren Zeiten noch mal einige Freundschaften überprüfen 😉
Gelesen habe ich beide ehrlich gesagt nicht.
„Noch nicht“ bei der einen – die noch unbenutzt auf mich wartet.
Und bei der anderen einfach nicht…

Wobei ich aber gleich einräumen muss, dass gerade diese so häufig gescholtene, in der neuen Kategorie als Sieger hervorgeht.
Die Seiten lassen sich sauber reißen, das Papier ist fest und weich zugleich und auch die Größe lässt BILD punkten.

Der Ammerseekurier ist zu klein. Aber das Papier ist brauchbar.
Die Süddeutsche ist gut geeignet, genau wie der Kreisbote und das Landsberger Tagblatt.

Das Schlußlicht bildet die taz – also genau die Zeitung, von der uns die meisten Exemplare zur Verfügung standen.
Man kann sie einfach nicht gerade reißen.
Und genau das ist beim Geschirr-Einpacken ja ständig nötig.
Auch um die Kapazitäten zu schonen…
Immerhin warten da noch mehrere hundert Tassen, Teller und Gläser auf eine papierene Hülle.
Wir haben alles versucht: einzeln, über Kanten, im Bündel.
Es geht nicht…
Warum weiß ich nicht.

Doch die Zeiten ändern sich ja Gott sei dank.
So wird das neue Kriterium wohl unser Leseverhalten nicht nachhaltig ändern…

Denn am Mittwoch, 1.2. ist (fast) alles vorbei:

Wir eröffnen den neuen KREMPELS neben dem Rathaus.
Ab 9 feiern wir mit allen das Ende des Ein- und Auspackens.
Und freuen uns auf euch!

Zeitung muss diesmal dann keiner mehr mitbringen 😉

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