Rettet die Sonnenblumen

Van Gogh hat eine ganze Serie von Sonnenblumen-Bildern gemalt, die sich vor allem durch die Anzahl unterscheiden.
Sicherlich waren seine Blumen noch „richtige“ Sonnenblumen.

Denn die heute am weitesten verbreiteten Arten möchte ich nicht mehr als „richtig“ bezeichnen.

Und klinge wahrscheinlich schon wieder ein wenig so, als ob ich das alles schon immer wußte. Tue ich aber gar nicht.
Doch als wir heute auf dem Markt waren, war dort ein Stand von unserer Dießener Transition Town Gruppe und dem Bund Naturschutz. Die haben Sonnenblumensamen einer alten Sorte verteilt – pro Tütchen drei bis vier Kerne.

Katja Holler erzählte mir, dass sie von dem Vortrag über die neuen Sonnenblumenarten ziemlich entsetzt war und versucht hat so viele Samen wie möglich an den Ammersee zu bringen.

Da mir die Sache wirklich ernst ist, ziehe ich die Sonnenblumen vor. Sie einfach so im Garten einzupflanzen birgt mir zuviel Risiko…. Mann und Sohn sind doch beim Mähen auch immer eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Natürlich freue ich mich, als ganz tapfer aus vier Kernen auch vier Pflänzchen werden….
Die ich – als endlich die Sonne scheint ins dafür vorbereitete Beet pflanze.

Doch ich habe meine Rechnung ohne die Schnecken gemacht.
Eine Nacht später ist eine Sonnenblume bereits geköpft!

Alles auf Anfang mit den alten Sorten

… nicht wirklich im Blog.

Aber im Gartenjahr.

Denn nachdem ich 2013 aufgrund des kalten und nassen Wetters mit meinen Anzuchtversuchen kläglich gescheitert bin (und mich dann andere Projekte wie Krempels, der Küchenumbau und das Häuserbuch Dettenschwang voll in Anspruch nahmen), ist jetzt im März die richtige Zeit mit der nächsten Runde Gemüsepflanzen zu beginnen. Die Blumen (waren gar nicht so viele  – aber Kapuzinerkresse, Mutterkraut und Ringelblumen brauche ich einfach im Garten) habe ich irgendwie doch noch in die Erde gebracht und mich daran erfreut. „Alles auf Anfang mit den alten Sorten“ weiterlesen

Seltsames Auf- und Abrüsten

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es auf dem Bürgersteig immer mehr blinkt und leuchtet?
Das sind die zahlreichen Vierbeiner, die geduldig mit Frauchen/Herrchen ihre Runden drehen. Gerne am frühen Morgen oder auch am Abend – Dunkel muss es halt sein.
Und da man schwarzen Hund in dunkler Nacht nun mal schlecht sieht – egal wie groß oder klein der ist – hat sich eine ganze Industrie aufgemacht, da Abhilfe zu schaffen. Egal in welchen Hundeshop man schaut – keiner kommt ohne reflektierende oder leuchtende Halsbänder und Accessoires aus.
Ein Megageschäft.
Bin mal gespannt, wann auch meine Miezen auf diese Mode aufspringen 😉 „Seltsames Auf- und Abrüsten“ weiterlesen

Der perfekte Begleiter


Das neue Jahr startet ja nicht nur mit guten Vorsätzen – Rettungsringe, Jahresabschlüsse und neue Kalender sind jetzt ebenfalls hochaktuell.

Meine Mutter hat sich früher immer Anfang des Jahres hingesetzt und feinsäuberlich alle Geburtstagsdaten (und meist auch noch gleich die Adressen) in ihrem neuen kleinen Taschenkalender (häufig ein Werbegeschenk – aber immer ein unverzichtbares Begleitwerkzeug für sie) eingetragen.
Später hatte sie dann ein herausnehmbares Adressteil, das war damals die einfachste „Importfunktion“ für größere Datenmengen.
In Zeiten des PCs und der Cloud sind dies natürlich völlig überflüssige Tätigkeiten, denen niemand auch nur noch einen Gedanken nachwirft. „Der perfekte Begleiter“ weiterlesen

Königin Mieze hält Hof


Als ich mich im vorletzten Jahr (Gott, die Zeit rennt) mit Alten Nutztier und Gemüsesorten beschäftigt habe, ist mir die kleine Erdbeere von Otto Schindler so richtig ans Herz gewachsen.

Und so hat Mieze Schindler natürlich 2013 Einzug in unseren Garten gehalten – zunächst mal unterm Apfelbaum beim Waldmeister – aber der ist so raumgreifend, dass sich die kleine, zarte Seele da nicht wohl gefühlt hat und in diesem Frühjahr ins Hochbeet umsiedeln durfte. Dort hat sie jetzt wirklich Fuß gefasst und auch wenn die Ernte noch etwas mager ausfiel (na ja – für 8 Erdbeerpflanzen ist´s eh schon sehr ordentlich), so hat die Qualität uns doch absolut überzeugt. „Königin Mieze hält Hof“ weiterlesen

Knotenkunst fern der See


Also arbeite ich weder mit Seemannsgarn, noch vergnüge ich mich mit der hohen Kunst des Makramee – vielmehr gehe ich heute der Frage nach: wie kann aus einem Tuch ein Hase werden.
Ohne Füllung, Babygerecht und Ansprechend.

Mit Phantasie, Geduld und bitte ohne Spucke… und damit ich endlich mal von den Lampenschirmen loskomme (die allerdings auch schon alle neue Besitzer gefunden haben – was nicht nur mich, sondern auch meinen Mann sehr freut).
Doch vor allem, weil ein Freund ein Töchterchen bekommen hat – da muss natürlich im Hause Webert ein ganz persönliches und somit besonders liebevolles Geschenk her. Daher mein derzeitiger Hasen-Knoten-Wahn.

Meine Familie ist schon leicht verzweifelt wie lange ich mich bei solch eigentlich ja banalen Dingen festbeißen kann.
Tja – altes Jungfrauenleiden: so perfekt wie möglich muss es sein. Und sind wir mal ehrlich – ganz perfekt wird´s nie!

So sieht das neue Familienmitglied aus...
So sieht das neue Familienmitglied aus…

Zu Beginn stehen etliche Stunden Grübelei – vorzugsweise Nachts, zwischen den einzelnen Katzen-Rein-und-Raus-Türdiensten.
Dann folgen verschiedene Schnitt-, Näh- und Knotversuche (schließlich ist jeder Stoff anders, es kommen eigentlich nur gebrauchte und vorhandene Stoffe in Betracht, weil ich den Wiederverwertungsgedanken mittlerweile einfach nicht mehr los werde und der optimale Stoff dabei natürlich so nicht gleich gefunden wird) und dann endlich: ein erster Probehase.

Der wird natürlich umgehend zum Familienmitglied erklärt und darf auf gar keinen Fall verschenkt werden. Da sind sich meine Jungs einig.
Also kommt er zu den beiden Probe-Weihnachtmäusen auf meinem Tisch und es geht mit der Versuchsreihe weiter.

Ich muss sagen – die Hasen werden wirklich immer besser… finde ich jedenfalls.

Und bin sehr stolz, als ich endlich ans Verschenken geht… ist jetzt nicht wirklich ein Geschenk zur Geburt geworden – aber dafür um so individueller.

Denn an einen Verkauf kann ich derzeit leider gar nicht denken – ich habe sehr viel Zeit mit dem Thema „CE Zertifizierung“ verbracht und bin an echte, neue Grenzen gestossen… dazu demnächst sicherlich mehr.

Kleine Hasengruppe
Kleine Hasengruppe