Königin Mieze hält Hof


Als ich mich im vorletzten Jahr (Gott, die Zeit rennt) mit Alten Nutztier und Gemüsesorten beschäftigt habe, ist mir die kleine Erdbeere von Otto Schindler so richtig ans Herz gewachsen.

Und so hat Mieze Schindler natürlich 2013 Einzug in unseren Garten gehalten – zunächst mal unterm Apfelbaum beim Waldmeister – aber der ist so raumgreifend, dass sich die kleine, zarte Seele da nicht wohl gefühlt hat und in diesem Frühjahr ins Hochbeet umsiedeln durfte. Dort hat sie jetzt wirklich Fuß gefasst und auch wenn die Ernte noch etwas mager ausfiel (na ja – für 8 Erdbeerpflanzen ist´s eh schon sehr ordentlich), so hat die Qualität uns doch absolut überzeugt.

Miezen unter sich
Miezen unter sich

Uns ist aufgefallen, dass diese Erdbeere durch und durch rot ist – nicht so hell wie ihre gekauften Kolleginnen. Dafür lässt sich ihr Strunk – einen besseren Ausdruck habe ich für die grünen Blätter und die Verankerung derselben in ihrem Inneren nicht gefunden – deutlich schwerer rausziehen, als bei den heute verbreiteten Sorten.
Meine Suche nach der richtigen Bezeichnung führte mich zu Werkzeug, dass man zur Entfernung einsetzt – und zwar gleich in drei verschiedenen Varianten von unterschiedlichen Herstellern… unfassbar, oder?!

Die Mieze ist übrigens eine wahre Ausbruchskünstlerin – denn man sieht bereits, dass ihr die zugewiesene Beethälfte als nicht angemessen erscheint – überall hin lässt sie ihre langen Arme wandern und erkundet die benachbarten Flächen auf Miezen-Tauglichkeit.

Im kommenden Jahr hoffe ich auf sortenreine Miezenmarmelade oder auch Miezeneis. Heuer haben die Kinder den meisten kleinen Leckereien den Gar ausgemacht.

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