Alles auf Anfang mit den alten Sorten

… nicht wirklich im Blog.

Aber im Gartenjahr.

Denn nachdem ich 2013 aufgrund des kalten und nassen Wetters mit meinen Anzuchtversuchen kläglich gescheitert bin (und mich dann andere Projekte wie Krempels, der Küchenumbau und das Häuserbuch Dettenschwang voll in Anspruch nahmen), ist jetzt im März die richtige Zeit mit der nächsten Runde Gemüsepflanzen zu beginnen. Die Blumen (waren gar nicht so viele  – aber Kapuzinerkresse, Mutterkraut und Ringelblumen brauche ich einfach im Garten) habe ich irgendwie doch noch in die Erde gebracht und mich daran erfreut.

Wieder habe ich mich bei Dreschflegel eingedeckt und diesmal noch stärker auf die Auswahl alter Sorten geachtet. Wenn es so läuft, wie ich gern hätte, gibt es heuer: Radieschen, Rosenkohl, Blumenkohl, Porree, Zwiebeln, verschiedene Mangold-, Salat- und Bohnensorten, Erdbeerspinat (um die Erdbeeren selbst muss ich mir ja zum Glück keine Sorgen machen – ich muss die Mieze nur immer wieder am Ausbruch hindern – das geht am einfachsten mit dem großzügigen Verschenken von Jungpflanzen ;-)).

Außerdem Feldsalat und Rote Bete, Gewürztagetis und einige Kräuter.

Wo ich das alles unterbringen will… gute Frage. Derzeit sind alle Fensterbänke und Bodenflächen vor Fenstern umgerüstet. Und die Katzen haben (eigentlich) striktes Betret- und Buddelverbot!

Leider habe ich nicht den detektivischen Scharfsinne eines Sherlock Holmes und so steht bei den beiden jetzt bereits Aussage gegen Aussage, wer im Zitronengras gewütet hat. Beide streiten es vehement ab. Das ist aber bisher zum Glück der einzige Flurschaden.

Später sollen einige Pflanzen (die, die sich laut Fachliteratur mögen) in die Hochbeete – ist ja schließlich auch nicht alles zur gleichen Zeit bereit fürs Beet. Andere werden in dafür umgerüstete Holzkisten oder in ganz normale Blumentöpfe verpflanzt.

Inzwischen zeigen sich in den Anzuchtschalen nach drei Tagen die ersten Sprossen. Der Blumenkohl liegt mit 6 Stielen eindeutig vorne – seine unmittelbaren Nachbarn Porree, Physalis und Zitronengras schlummern noch.

Und auch die Currybäume trauen sich nicht raus.

An ihrer hoffentlich bevorstehenden Beheimatung am Ammersee ist Ottolenghi Schuld. In seinem neuesten Kochbuch (das ich nur allen wirklich ans Herz legen möchte!) arbeitet er nämlich vermehrt mit Curryblättern, die ich hier allerhöchstens getrocknet bekomme. Daher dachte ich: so ein Bäumchen könnte ich gut brauchen und wahrscheinlich habe ich auch einige Freunde, denen es ähnlich geht – sind ja genug im Ottolenghi-Rausch. Da bin ich nun für alle Einladungen, Geburtstage und Feiern mit Mitbringseln gerüstet.

Wenn – ja wenn sie endlich wachsen!

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