Klein, stark und bitte nicht schwarz

Diese Päckchen haben es in sich!

Je frischer und besser der Knoblauch – wir haben gerade ganz tollen aus Frankreich mitgebracht bekommen (Danke!) – desto schärfer und leckerer werden diese kleinen vegetarischen Häppchen.

Daher nehme ich auch immer einen ganz, ganz kleinen Radicchio – oder wenn ich noch was anderes daraus mache – den Salatkern.

Denn die Päckchen sollten wirklich ganz klein sein – dann schmecken sie einfach am besten.

Radicchio mit Knoblauchcreme

6 Knoblauchzehen
schälen, grob würfeln und dann mit etwas Meer-Salz in einem Steinmörser zu einem Muss zerreiben. Dabei etwas Olivenöl zugeben, damit es nicht zu trocken wird.
Leicht pfeffern.
2 Eigelb unterrühren

Die Blätter des Radicchio waschen und ganz trocken tupfen und dann die Creme ganz dünn auf der Innenseite auftragen.
Zu einem Päckchen rollen und mit einem Holzstäbchen fixieren.

Kurz auf den Grill (nicht zu heiß! Sonst verbrennen die Päckchen ganz schnell und schmecken nur bitter) – fertig.

Rentnerbravo, Perlenpaula, Pärchenterror oder Achselhamster

– na, was könnt ihr damit anfangen?

Gar nichts?!

Dann gehört ihr wohl zu den Bifs, den bildungsfernen Schichten. Oder ihr geht einfach völlig ignorant und uninformiert durchs Leben.

Und das im Zeitalter von Web 2.0.!

Da gibt es ja jetzt endlich und sogar ein Wiki, das sich um all die schönen und weniger schönen neuen Worte in unserer manchmal deutschen Sprache kümmert:

Ein Wiki – womit wir übrigens schon beim ersten Szenewort wären.
Es handelt sich dabei um eine große Textdatenbank im Internet, die von den Nutzern nicht nur gelesen, sondern auch bearbeitet werden kann.
Kurz: Jeder kann mitschreiben – eine der wichtigen Errungenschaften im Web 2.0, dem „Mitmachinternet”.

Quelle: 2009, Dudenverlag, Mannheim

Und in diesem Wiki dreht sich alles um die Worte, die uns tagtäglich umgeben. Ohne das wir so genau wissen wo sie plötzlich herkommen oder was sie bezeichnen:

Screenager… Jugendliche bei ihrer Lieblingsbeschäftigung. Finde ich ganz passend.

Achselhamster bekommt man mit etwas Nachdenken raus: unrasierte Achseln.

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Schmorgurke mit Pfifferlingen

.. oder auch Steinpilzen. Je nachdem.

Auf jeden Fall läßt sich dieses Gericht in den Kategorien „Saisonal“, „Regional“ und „Einfach gut“ kaum toppen. Da lacht mein Slow Food Herz 🙂 Vor allem wenn die Gurken aus meinem Garten sind und die Pilze aus „unserem“ Wald.

Für 1 (mein Mann) bis 2 (manchmal bekomme ich was ab) Personen

1 große Gurke
gut 100 g frische Pfifferlinge
1/2 Bund frischer Dill
40 g gewürfelter Speck
etwas Butter
1/4 l Fleischbrühe
100 ml Sahne
Salz, Zucker, Pfeffer

Zunächst teste ich, wie hart die Haut der Gurke ist – wenn sie mir zu hart ist, schäle ich nämlich lieber. Dann wird die Gurke entkernt und in Stücke geschnitten – in diesem Fall waren es 8tel.
Die Pilze putzen und auch nicht zu klein schneiden. Da beides ja eine Weile schmort, wird es mir sonst zu weich.

In einer Pfanne Butter erhitzen und den gewürfelten Speck leicht auslassen. Ich mag ihn in diesem Fall nicht zu knusprig – aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Dann kommen Gurke und Pilze dazu und werden kurz angebraten. Sobald sie ganz leicht bräunen, mit Brühe ablöschen.

Nun salze ich auch vorsichtig (Brühe und Speck haben ja schon Salz eingebracht, also lieber mit Bedacht) und streue eine Prise Zucker ein. Auch der kleingehackte Dill wandert jetzt in die Pfanne und alles darf 10 Minuten zugedeckt schmoren.

Schließlich schütte ich die Sahne dazu und lasse die Gurke bei offener Pfanne einkochen.
Erst zum Schluß wird mit etwas Pfeffer abgeschmeckt.

Doch etwas mehr als Bier und Brezen…

Was soll man jemandem schenken, der einen italienischen Feinkostladen eröffnet?

Blumen?
Ein Buch?
Bayerische Schmankerl?

Na ja… wir haben ein Weilchen überlegt und sind dann auf die Idee verfallen, Andrea einen Tag am Ammersee zu schenken. Mit Dampferfahrt, Livemusik und Picknick im Biergarten der Alten Villa in Utting.

Natürlich war alles generalstabsmäßig geplant:

Kann ja keiner ahnen, das dieser Samstag der einzige im Sommer ist, an dem die S-Bahnen nicht so wirklich bis Herrsching fahren wollen… aber Andrea war pünktlich da.
Und Susanne, Marti, Janick und ich haben sie mit einem eisgekühlten Glas Fraenzi Rosé und fluffigen Käsestangen in Empfang genommen.

Dann ging es mit dem Schaufelraddampfer Diessen über den See nach Utting und zu Fuß zum Biergarten der Alten Villa. Auf dem kurzen Stück wurde unsere Slow Food Schnecke immer wieder entdeckt und bewundert… darum soll sie ja auch immer mit.

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Amuse-bouche vom Ammersee

Amuse-gueule, als die „Maulfreude“ ist die traditionelle und im Französischen auch bis heute am häufigsten gebrauchte Bezeichnung für einen kleinen Appetithappen oder auch „Gruß aus der Küche“.

Der jüngere und im Französischen seltenere Ausdruck amuse-bouche überwiegt im Deutschen mittlerweile.

Dabei wurde das von manchen als vulgär empfundene gueule „Maul“ durch das natürlich deutlich vornehmere bouche „Mund“ ersetzt. Da will ich mich natürlich gleich bei den Vornehmeren einreihen… zumal der Schackypark als Ort des Geschehens ja eine gewissen Stil voraussetzt und sich bouche auch noch so nett reimen läßt!

Der Sinn bleibt auf jeden Fall der gleiche: den Gast (also euch) auf kommende Genüsse einzustimmen.

In diesem Fall ganz aktuell auf zwei Treffen unseres Slow Food Conviviums, bei denen wir alle selbstgemachte Spezialitäten mit gebracht und natürlich auch gemeinsam verzehrt haben.

Am Samstag im Biergarten der alten Villa in Utting – dort haben wir die Eröffnung von Alimentari (dem italienischen Feinkostladen unseres Fördermitglieds Andrea) in München gefeiert.

Und am Sonntag im Schackypark – da haben wir einfach uns und den Sommer kulinarisch hoch leben lassen.

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