Zeitlos, robust und nachhaltig – wie Renate Müller das Spielen neu erfand

Noch herrscht ein wenig Chaos im Erdgeschoss des Spielzeugmuseums Sonneberg. Aber man sieht schon deutlich, wie es werden soll. Es sind Feinheiten und kleine Verbesserungen, die mit Nadel und Faden, Klemmen und Kleber, Schnur und Knoten bis zur Eröffnung noch umgesetzt werden wollen.

Überall wird noch gewerkelt

Der Herausforderung, 60 Jahre Schaffenslust von Renate Müller auf 180 Quadratmetern zu präsentieren, begegnet das Team um Christine Spiller, der Leiterin des Museums, mit Kreativität: sie „bespielen“ nicht nur die Sonderfläche des Erdgeschosses, sondern nutzen die ständigen Exponate Müllers im öffentlichen Spielbereich des zweiten Stocks und belassen sie dort, wo sie eh sind. „Zeitlos, robust und nachhaltig – wie Renate Müller das Spielen neu erfand“ weiterlesen

Libellenpfad zum Dalum-Wietmarscher Moor

"Vierfleck" (Libellula quadrimaculata)

Vielleicht ist der Weg nicht immer das Ziel – aber wenn er sich so wunderbar gestaltet wie hier, ist es perfekt. Libellen umschwirren die Besucher, die zur Aussichtsplattform im Dalum-Wietmarscher Moor wollen und führen zu zahlreichen Zwischenstopps.

Wie kleine Sirenen locken sie vom Weg abzuweichen, die Gruppe in die Ferne ziehen zu lassen und sich ausschließlich auf sie zu konzentrieren.
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Wassermanagement früher und heute – im Emsland

„Das ganze Emsland ist auf Entwässerung ausgelegt,“ Uwe Carli erklärt auch gleich, warum: Das Emsland galt nach dem Zweiten Weltkrieg als Armenhaus Deutschlands. Moore, Heidelandschaften, fehlende Infrastruktur und keinerlei erwähnenswerte Industrie, hielten den Landstrich fest im Hungergriff. Das Wasser war gefühlt überall und nicht zu beherrschen. Der „Emslandplan“ stieß in den 1950er Jahren einen unvergleichlichen Aufschwung an. Moore wurden trocken- und Felder angelegt, Infrastruktur aufgebaut und Menschen angesiedelt. „Wassermanagement früher und heute – im Emsland“ weiterlesen

Wollgrasblüte – weißer Puscheltraum im Moor

Wollgrasblüte in Niedersachsen

Klein, weiß und flauschig – und so weit das Auge reicht (also fast). So zeigt sich die Wollgrasblüte im Emsland, genauer im Provinzial und Wietmarscher Moor. Sicherlich auch noch an anderen Stellen, aber hier habe ich sie bewundern können.

Dabei blüht das Wollgras jetzt eigentlich gar nicht: es fruchtet 😉 !

Geblüht, hat es ein paar Wochen zuvor und deutlich unauffälliger. Die weißen Puschel sind Samenstände des Sauergrases, vergleichbar mit den Pusteblumen des Löwenzahns. Sie erinnern mich allerdings eher an Baumwollfruchtstände, weil sie die ganze Fläche bedecken und nicht so licht wie Pusteblumen sind. 

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Grenzübergang Eisfeld – eine lebendige Gedenkstätte

Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit. Seit 34 Jahren. Es ist der Tag, der das Ende der DDR durch ihren offiziellen Beitritt zur Bundesrepublik vollendete. Eher selten wird er genutzt, um sich mit der Geschichte Deutschlands auseinander zu setzen. Dabei macht es genau an diesem Tag Sinn (und Spaß) sich damit zu beschäftigen – vor allem, wenn der Grenzübergang Eisfeld direkt vor der Tür liegt. Und das scheinen nicht nur wir so gesehen zu haben, denn der Andrang zur Führung am Grenzturm Eisfeld/Rottenbach mit Heiko Haine ist erfreulich. Und seine Erzählungen authentisch, erhellend und berührend. „Grenzübergang Eisfeld – eine lebendige Gedenkstätte“ weiterlesen