An die Tagine – fertig – los

Sicherlich trifft das Afrika-Festival im Stillern eine Teilschuld. Wir haben nämlich leider keine Gelegenheit gehabt, es live zu erleben.

Da gab es dann als kleine Entschädigung afrikanisches Essen. Die nordafrikanische Schwester meines geliebten Römertopfes ist die Tagine oder auch Tajine – ein rundes, aus gebranntem Lehm bestehendes Schmorgefäß mit einem hohen Deckel. Eigentlich kocht man damit natürlich auf Feuer oder Gas – aber mittlerweile gibt es auch extra welchen, die man auf einem normalen Herd einsetzen kann.

Das Schöne an dieser Art der Zubereitung ist die Schlichtheit und zeitgleiche Vielfalt – es schmeckt ganz anders als aus normalen Töpfen – und toll aussehen tut es auch noch!

Tagine

Diesmal gab es Lamm mit Gemüse und Aprikosen:
Lammfleisch (aus der Keule)
Zwiebel
Ingwer
Safran
Zimt
Knoblauch
Zucchini
Paprika
getrocknete Chilischote
Kartoffeln
Möhren – da habe ich in der Dießener Markthalle die Violetten bekommen – sehen super aus und schmecken Klasse – wer mehr darüber erfahren will, kann bei „alles über“ nachlesen…
Zitronensaft und wenn vorhanden Vervaine
Aprikosen
frische Petersilie oder auch Koriander (wenn man ihn mag)


Zunächst habe ich die Lammstücken in etwas Olivenöl mit klein geschnittenem Ingwer, Safranfäden und etwas Knoblauch, sowie den klein gewürfelten Zwiebeln angebraten. Alles leicht salzen und mit Zitrone säuern – wer hat, kann auch Zitronenverbene dazugeben.

Dann kommen die gewürfelten Kartoffeln, Paprika, Zucchini und Möhren, sowie eine getrocknete Chilieschote in die Tagine – mit Brühe aufgießen.
Nun wird der Topf geschlossen und darf auf kleiner Flamme schmoren. Nach circa 40-50 Minuten ist das Essen dann fertig.

Fertig ist es, wenn die Kartoffeln gar sind… je nachdem wie viel Biss einzelne Gemüse haben sollen, kann man sie auch erst später zugeben (bei den Zucchinis mache ich das häufig – oder auch bei Auberginen).

Diesmal habe ich die Aprikosen erst 5 Minuten vor dem Servieren dazu gegeben… damit sie nicht vollständig zerfallen… wobei auch das natürlich seinen Reiz hat.

Die süße Komponente wird bei mir sonst meist durch die Zugabe von Datteln erzeugt. Gerne nehme ich dazu meine eingemachte Curry-Dattel-Paste… aber das ist wieder eine andere Geschichte 🙂

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