Pfiffig, pfeffrige Erdbeermarmelade

Selbstgemachte Marmelade – alle Jahre wieder stelle ich mich der Herausforderung, das Aroma dieser ganzen netten Sommer-Früchtchen für den Winter ins Glas zu bannen.
Obwohl da dies Jahr leider nicht viel zu bannen ist – der ewig Regen, zuwenig Sonne – wie sollen die Beeren denn so richtig reif und süß werden??

Unsere Kirschen sind gleich am Baum verfault, bei den Himbeeren zieht es einem den Mund zusammen und die Ernte meiner roten Johannisbeeren haben die Mücken dieser Tage erfolgreich verhindert. Na ja, die Stachelbeeren dürfen noch ein wenig hängen bleiben… und ich muss halt auf gekaufte Früchte zurückgreifen.

Ich habe – jetzt am Ende der Erdbeer-Saison, doch noch welche gefunden, die dufteten – und natürlich eine ausreichende Portion Erdbeer-Himbeer-Konfitüre für meine Sohn eingekocht.
Das ist ganz leicht: 2 Teile Erdbeeren, 1 Teil Himbeeren, 1-2 Limetten und dann Gelierzucker 2:1.
Die Schale der Limetten in Zesten ziehen, den Saft auspressen und dann alles nach Gelierzuckeranweisung kochen….

Aber viel spannender und leckerer finde ich neue Kreationen, die beim Marmeladekochen erst entstehen. Heuer hat mich der Balsamico von Alimentari nicht in Ruhe gelassen. Wenn der schon als Dessert gut passt, warum dann nicht auch eingekocht?!

Und so gibt es diesmal:

Erdbeer-Balsamico mit Pfeffer
2 Schalen Erdbeeren (da blieben dann nach putzen und verputzen 600 Gramm Früchte übrig)
200 Gramm Gelierzucker 3:1
1-2 EL TL Aceto Balsamico – bei mir natürlich Saporoso…ihr erinnert euch?
Und weißer Pfeffer aus der Mühle

Ich habe die Erdbeeren mit dem Zucker ganz langsam erhitzt. Ehrlich gesagt sind die Le Creuset-Töpfe, die mein Mann mir geschenkt hat ein Traum – da brennt nichts an, sonder der Inhalt wird ganz gleichmäßig und slow warm. Einfach toll! Hätte ich nicht für möglich gehalten, dass da so ein Unterschied besteht.

Dann habe ich die Masse püriert und den Aceto zugegeben. Ich habe es ausprobiert und auch beim Pfeffer erst etwas zaghaft angefangen, doch es ist eigentlich eine ganze Menge rein gegangen.
Schmeckt super – weder scharf noch sauer – es unterstreicht einfach perfekt den Erdbeergeschmack.
Probiert es ruhig mal aus!

Ach ja – und weil ich gerade dabei war, habe ich aus dem angefangene Schälchen Brombeeren auch noch gleich ein kleines Gläschen Marmelade gekocht:

Brombeeren (ich hatte rund 150g) mit einer Gabel zermust und mit 50 g Gelierzucker 3:1 vermischt. In einem Stoffsäckchen (oder auch Teebeutel) habe ich dann 3 angedrückte Nelken und 1 zerbrochene Zimtstange dazu gegeben. Über Nacht stand das im Kühlschrank. Dann habe ich das Säckchen rausgefischt und die Marmelade aufgekocht und in eine Schale gefüllt… nicht viel, aber lecker.

Eine Antwort auf „Pfiffig, pfeffrige Erdbeermarmelade“

  1. Da ích ja leider keine Zeit zum Selbermachen habe, habe ich diese Marmelade (Erbeeren mit Balsamico) immer aus Italien importiert. Die esse ich immer mit einem schönen Pecorino oder Parmesan.
    Viele Grüße Andrea

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