Doppelt gemoppelt hält besser


Das Internet erleichtert in vielen Bereichen die Arbeit.
Wenn ich denke, wie mühsam und zeitaufwendig manche Recherche früher war. Gerade auch nach den richtigen Quellen.
Wie häufig hat man in den größten oder spezialisiertesten Antiquariaten deutschlandweit rumtelefoniert (allein die Telefonliste war schon ein Schatz) um ein bestimmtes Buch zum Thema zu finden.
Heute schaut man bei amazon oder der ZVAB – und wenn es irgendwo zu haben ist, hat man es dann meist auch schon.
Zu einem erstaunlich günstigen Preis.

Ähnlich aufwendig war die Suche in und nach geeigneten Bibliotheken.
Ich habe aus dieser Zeit sogar noch einige Ausleihausweise, die ich eigentlich nur ein einziges mal genutzt habe… weil ich sonst die Bücher schon an einer anderen Stelle finden konnte.
Und Fernausleihe erschien uns damals als wahnsinnig bequeme Variante 😉

Heute kann man viele Bestände online abfragen, kann bei Google auch Bücher einsehen (denn wenn ich mal ehrlich bin, so waren und sind bei den georderten Werken auch immer wieder Blindgänger versteckt. Also Bücher, die man sich hätte sparen können. Wenn man denn vorher hätte reinlesen können… ein Traum!).

Und auch die Ansprechpartner sind einfacher zu finden.
Einige haben eigene Homepages, viele die sich mit der Thematik beschäftigen, veröffentlichen die dazugehörigen Züchter und Produzenten. Ja selbst eine erste Kontaktaufnahme über eine Email ist meist zielführender, als der unangekündigte Anruf einer Fremden. Nicht immer. Aber immer wieder…

Doch natürlich ist nicht alles nur einfacher und besser.
Viele Fehlinformationen tauchen immer wieder auf. Egal wie oft man sie in den eigenen Texten auszumerzen versucht.

Bis Weilheim reichte der Ammersee nie - auch wenn er manchmal riesig wirkt
Bis Weilheim reichte der Ammersee nie – auch wenn er manchmal riesig wirkt
Ein gutes Beispiel dafür (mal nicht aus dem aktuellen Projekt, sondern für das Ammerseebuch und später die Regional Plattform „Natürlich Ammersee“) ist die Legende vom Ur-Ammersee, der alle kleineren Nachbarseen in sich vereinte und fast bis Weilheim gehen sollte.
DAS STIMMT NICHT!
Findet sich aber leider immer wieder.

Wahrscheinlich, weil einer der Schreiber (Autoren oder Texter will ich die nun wirklich nicht nennen) ungeprüft Dinge von anderen abschreibt.
Schade.

Ich versuche ganz bewußt dagegen vor zu gehen und lasse meine Texte nicht nur vom Verlag, sondern zunächst von guten, versierten Freunden und anschließend auch immer noch mal von den Produzenten und Züchtern selbst durchlesen.

Damit habe ich bis heute bestimmt schon vier, fünf Fehler vermieden.
Nicht, dass die sehr gravierend währen. Die Fehler meine ich.
Dem normalen Leser wären sie sicherlich nicht aufgefallen.
Aber den Fachleuten und eben denen vor Ort, mit denen ich gesprochen habe und die es einfach meist am besten wissen.
Ich weiß auch, dass ich nicht Fehler nicht gänzlich vermeiden kann – aber ich kann sagen, dass ich mir die Mühe gemacht habe, so wenig wie möglich zu übersehen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.