Schafe im Nebel


Bislang muss ich ja gestehen, dass ich mich mit Schafen nicht wirklich auskenne – aber das soll sich heute ändern. Ich habe nach wirklich großen Schwierigkeiten endlich einen Termin mit einem Rhönschäfer, nein eher DEM Rhönschäfer.

Dietmar Weckbach ist zwar sehr schwer zu erreichen, aber in der Rhön ein echt bunter Hund.

Manchmal sieht man sogar ein wenig Sonne
Manchmal sieht man sogar ein wenig Sonne

Die Rhönschafe, die sich durch eine unterschiedliche Färbung von Beinen, Körper und Kopf auszeichnen (bei anderen sind zumindest Beine und Kopf – also die kurzhaarigen Körperteile gleichfarbig) sind das schwarzköpfige Maskottchen der Rhön. Hier gibt es ein großes Biospährenreservat, dass sich über Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt.

Einsamer Höhepunkt ist die Wasserkuppe – aber auch andere Gipfel sind durchaus sehenswert.

Nebel ist hier in der Rhön im Herbst (und anders kann man diese Zeit ja wohl kaum bezeichnen) die vorherrschende Wetterlage.
Dadurch ergeben sich stimmungsvolle Landschaftsbilder und nach jeder Kurve ändert sich das Bild vollständig.

Die Schafe stehen natürlich ganz im Nebel und ich bin froh über ihre schwarzen Köpfe – die kann man in der weißen Suppe wenigstens schön erkennen 😉

Weckbach ist ein Unikat und erzählt mir sein halbes/ganzes Leben.

Besonders fasziniert bin ich natürlich von seine Wanderschäferschaft – aber die hat heute in Deutschland keinerlei Zukunftsperspektive.
Es gibt kaum noch freie Flächen, Zäune und Straßen hindern die Schäfer am Fortkommen und so sind die Herden auf feste Gebiete beschränkt. Die Heide mit ihren Schnucken ist in Deutschland eine Ausnahme und wie es im Osten aussieht, weiß ich nicht. Eigentlich sollte da ja eher noch Platz sein..

Ich muss gestehen, dass ich immer mehr den Eindruck gewinne, dass dies alles mehr als ein Buch wird – aber verratet mich nicht an meinen Mann. Der findet eines schon deutlich mehr als genug 😉

Doch mal Hand aufs Herz: wer solche Landschaften, Tiere und Menschen kennen lernen darf, der kann doch damit schlecht wieder aufhören, oder?! Mir wird es schwer fallen…

2 Antworten auf „Schafe im Nebel“

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