… ich komme mit den Rindern einfach nicht weiter.
Also muss jetzt die Cröllwitzer Pute dran glauben.
Natürlich nicht in Wirklichkeit – ich habe schließlich gar keine.
Aber ich hoffe natürlich, dass ich mich an die letzten beiden Rinderrassen traue, wenn ich bei einem anderen Thema endlich mal wieder einfacher voran gekommen bin.
Und was ist da netter als so eine kleine, hübsche Pute?
Wußtet ihr, dass die eigentlich auf Bäumen leben?
Für mich war das völlig neu.
Kann man sich bei den armen Kreaturen die sich kaum auf den Beinen halten können, weil sie total überzüchtet sind so gar nicht vorstellen.
So viel zu „was leichterem“ 😉
Da kocht einem ja glatt die Galle über und ich muss mich wirklich schwer beherrschen, den netten Ton zu wahren und nicht in wüsten Beschimpfungen zu enden.
Und den Schwachsinn von „Biopute“ solltet ihr am besten auch gleich vergessen… siehe taz
Aber leider nur inhaltlich.
Nachdem ich die kleine Reportage über Hubert Schätzle ja schon fertig habe, geht es heute um diese wirklich zauberhaften Rinder.
Da kommt Gerda„Hinterwäder“ – da denkt ja so mancher gleich an „Hinterwäldler“ – ist aber natürlich ganz was anderes.
Es gibt nämlich im Gegensatz zu ihnen auch noch die etwas größeren „Vorderwälder“. Wahrscheinlich sind diese wegen des besseren Futterangebots größer. Denn die Vorderwälder leben in den tieferen Lagen und den „vorderen“ Teilen der Täler.
Die Hinterwälder sind im „hinteren“ Teil der Täler an den kargeren Hängen zu Hause. Beide gehören zum sogenannten „Wäldervieh“, sind aber eigenständige Rassen.
Die mageren Wiesen an den steilen Hängen des Südschwarzwalds sind sicher kein Rinder-Schlaraffenland. Hier zählen Trittsicherheit und gute Futterverwertung mehr als Größe und Gewicht.
Der Ertrag von Milch und Fleisch ist bei den Hinterwälder Rindern im Vergleich zu reinen Milch- oder Fleischrassen geringer. Wenn man allerdings die Umsetzung des kargen Nahrungsangebotes in Milch und Fleisch berücksichtigt, schneiden die kleinen Tiere erstaunlich gut ab.
Wie schlau und eigenständig sie sind, habe ich ja schon mal kurz bei Schwarzwald-Schönheit anklingen lassen….
Ganz besonders bezaubert hat mich natürlich Gerda!
Sie ist die älteste Kuh von Hubert Schätzle, hat 16 Kälber und ist mindestens 18 Jahre alt. Dafür ist sie erstaunlich gut zu Fuß und auch wenn sie nicht vorne bei den anderen mit rennt und ihr eigenes Tempo hat.Ich finde es einfach unheimlich schön mal eine Kuh dieses biblischen Alters erleben zu dürfen…
Nein, nicht zur Entspannung ans Wasser. Dazu ist keine Zeit 😉
Es geht um den Landstrich ganz oben im Norden an der Ostsee.
Da gibt es gleich zweierlei Kandidaten fürs Buch: Angler Rinder und Angler Sattelschweine.
Bei den Schweinen war ich, als ich oben war.
Und zu den anderen habe ich nun Kontakt aufgenommen.
Nicht zu den Rindern – zu ihren Besitzern!
Doch weil ich in meiner Recherche über einige Ungereimtheiten gestolpert bin – was ich ja nun mal gar nicht mag – habe ich doch noch ein eigenes Buch angeschafft „ANGELN DEINE ROTE KUH“.
Klingt ja erstmal wieder nicht so doll, aber das täuscht…
Da ist natürlich wirklich alles drin, was man über die Angler Kuh (beider Zuchtrichtungen!! – Vorsicht da gibt es den kleinen, feinen Unterschied und ich muss aufpassen, was ich wem zuschreibe) wissen kann oder muss.
Leider habe ich gar nicht wirklich die Zeit und Muße mich der Kuh hinzugeben. Suchen nur nach den für mich wichtigen Facts und schreibe weiter.
Aber – sie wehrt sich. Bevor ich ganz verzweifle wechsle ich das Thema. Schon wieder ist mein Text zur Roten Kuh nicht ganz fertig geworden. Bin gespannt, wann ich den abschließe…
Ich habe die Tux Zillertaler Rinder doch wirklich ins Buch genommen, weil ich die Kampfeslust so gut finde.
Ist einfach auch mal ein anderer Ansatz.
Aber nun sitze hier und überlege, wie ich das textlich aufgreifen kann.
Da kommt mir meine Zeit bei Servus TV zu Hilfe, denn sonst wäre ich als Norddeutsche wohl eher nicht mit Andreas Hofer in Berührung gekommen.
Als ich meinem Mann etwas später vorlese, wohin die Reise des Tiroler Rinds im Buch so gehen könnte, ist der durchaus amüsiert und (nach meiner persönlichen Einschätzung) aber auch ein wenig entsetzt.
O-Ton: “ Da bin ich ja mal gespannt, ob der Verlag das durchgehen lässt“…
Warum eigentlich?
Okay, ich habe einige Klischees zusammengewürfelt…
Doch ich finde das Ergebnis wirklich recht gelungen.
Und treffend.
So passend zum Text, dass es einen umhaut – das Foto habe ich von Christian Moser – danke! Eine Stunde später: DER BEWEIS
Ich hatte Christian Moser vom Verband Rinderzucht Tirol um Fotos gebeten, denn bis Tirol kann ich leider nicht mehr fahren.
Und siehe da – unter 6 an mich geschickten Bildern befindet sich auch dies.
Und als ich nachfrage, erhalte ich folgende zusätzliche Information:
Das Bild von Weixl entstand im Rahmen des alljährlichen Fotoshootings des Rinderzuchtverbandes unter dem Motto „200 Jahre Tiroler Freiheitskampf 1809 -2009“.
Weixl hat eine Einsatzleistung von 23,2 kg und stammt aus dem Betrieb der Familie Haas aus Auffach. Das Bild wurde am Eingang des Zillertaler gemacht auf historischen Boden, wo auch im Rahmen der Freihheitskämpfe von 1809 Gefechte stattfanden
Ich wußte doch gleich, dass die Tiroler stolz sind. Auf den Freiheitskampf und die Tux Zillertaler.
Ach ja – und „Einsatzleistung“ ist die produzierte Tagesmilchmenge einer Kuh nach der 1. Abkalbung.
Nicht etwa, dass ihr nicht alles von mir erfahrt, was ich hier so lerne 😉
Ab und an weiß ich nicht mehr so wirklich, was mich reitet.
Natürlich nicht zu verwechseln mit, was ich reite 😉
Jedenfalls habe ich in der letzten Zeit immer so in meinen Fundus geschaut und dann geschrieben, was mich gerade so interessiert hat. Leider kam ich damit – obwohl ich die Rinder immer mal wieder mit im Themenpool hatte – bei eben diesen nicht weiter.
Daher sitze ich jetzt auf 6 angefangenen Rindergeschichten plus einer Rinder-Reportage.
Mist.
Plan B muss her.
Und sieht nun vor, dass ich alle gleichzeitig abschließe.
Damit ich nicht immer ganz unten anfangen muss, wenn ich mich einem Thema nähere.
Außerdem habe ich neben Sambraus ja auch noch zu den einzelnen Viechern entweder zusätzliche Bücher (Angeln, deine rote Kuh – ein Titel, der mich wirklich umhaut), sehr nette persönliche Kontakte zu Züchtern und Verbänden, so wie mein großes Herz für Tiere 😉
Mal schauen.
Wenn ich in drei Tagen alle Rinder habe, knallen hier die Korken.
Daumen drücken.
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