Münster und Masematte: auf und ab – von Else Gellinek

Natürlich habe ich nach meinem Besuch in Münster nicht über alles berichten können. Aber der Texttreff und die Textinen – also Frauen, die mit Worten und Sprache umzugehen wissen – haben 2019 nicht nur zum Netzwerktreffen nach Westfalen eingeladen…beim Blogwichteln habe ich doch glatt eine Geschichte zu Masematte, der Geheimsprache der Stadt von Else Gellinek geschenkt bekommen. Super Klasse – vielen lieben Dank dafür! 

Straßenzug im heutigen Kuhviertel – ein beliebtes münsteraner Kneipenviertel, Foto: Else Gellinek

Im schönen Münster, wo Anne sich jüngst todesmutig gegen teils freche Radfahrer durchgesetzt hat, gibt es nicht nur schöne Kirchen und gut besuchte Wochenmärkte. Hier wandern auch die Überreste einer Geheimsprache durch die Stadt. Eine Geheimsprache, die heute – zumindest in Bruchstücken – zum ganz normalen Stadtbild gehört. Hier geht es um Masematte. „Münster und Masematte: auf und ab – von Else Gellinek“ weiterlesen

Argumente pro Rosenkohl – für bekennende Fans und solche, die es werden wollen

Rosenkohl

Winterzeit ist Wichtelzeit – und auch die große Zeit des Kohls. Rosenkohl ist eine der wenigen Kohlsorten, die nur saisonal verfügbar ist. Wie toll, dass ich beim Blogwichteln im Texttreff (dem Netzwerk wortstarker Frauen) einen Beitrag zu diesem verkannten Gemüse von Gabriela Freitag-Ziegler ergattert habe. Tausend Dank – ein super Wichtelgeschenk!

Ganz ehrlich? Ich mochte als Kind keinen Rosenkohl. Die knirschende bis matschige Konsistenz. Der leicht bittere Geschmack. Das hat sich mittlerweile total geändert. Denn seit ich für meine Kunden alle Jahre wieder über Wintergemüse schreibe, kaufe ich selber so regional und saisonal wie möglich ein. Und da kommt der Rosenkohl ins Spiel. Den bereite ich allerdings ganz anders zu als ich es von früher kenne. Auf jeden Fall immer bissfest statt weich gekocht. Dazu nach den unterschiedlichsten Rezepten: mit Ingwer und Sojasoße aus der Pfanne, mit Honig und Orange aus dem Backofen, verpackt in herzhafter Quiche, ruckzuck fertig als One-Pot-Pasta. „Argumente pro Rosenkohl – für bekennende Fans und solche, die es werden wollen“ weiterlesen

Frieden ist keine Selbstverständlichkeit

Alte Glückwunschkarten oder Einträge in Poesiealben kommen nie ohne einen guten Wunsch für „Frieden“ aus. Als Kind, Jugendliche hat mich dieser Wunsch genauso wenig beeindruckt, wie der für „Gesundheit“. „Glück“ fand ich da schon cooler, denn davon kann man immer mehr brauchen… Doch eigentliche waren all diese Wünsche sowieso feste Bestandteile meines Lebens. Also habe ich mich brav bedankt und nicht weiter darüber nachgedacht. 

Frieden verlieren

Der Anschlag auf das Oktoberfest 1980 riss mich erstmals aus meiner gleichgültigen Sicherheit. Wenn ich das heute so betrachte, wundert es mich schon, denn ich bin in Zeiten der RAF und des Kalten Krieges groß geworden. Es ist also nicht so, dass Deutschland damals ein Hort der Glückseligen und Gewalt unbekannt war. Doch diese Bedrohung habe ich nie konkret wahrgenommen. Sie schwebte genau so weit weg, wie Kriege, die in anderen Ländern oder zu früheren Zeiten geführt wurden. Als ob all dies in einer anderen Welt stattfand. Es betraf mich nicht, meine Familie, meine Freunde – wir waren sicher und lebten unbekümmert. Ganz ehrlich: ein wunderbares Gefühl. „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit“ weiterlesen

Über die Kochkunst und die Liebe – von Nathalie Bromberger

„Weihnachten gab es Kunst zum Nachtisch. Meine Töchter hatten die Schokoladen-Pavlova von Nigella bereitet – ein Dessert, das wirklich alle Gäste begeistert. Beim Genießen schoss mir der Gedanke „Das ist große Kunst!“ durch den Kopf. Und ich fragte mich, was diesen Nachtisch so besonders macht. Es ist die besondere Mischung aus Konsistenz (bröckelndes, zartes Schokoladenbaiser neben weicher Sahne und den fluffigen Himbeeren), Geschmack (süß-bitteres Schokobaiser, süß-saure Himbeeren, vermittelnd sanfte Sahne…) und Optik (die Pavlova sieht einfach schon zum Anbeißen aus).

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