Tomatenschwemme

…nicht, dass Ihr jetzt denkt, die habe ich meinem eigenen Garten und überaus grün/roten Daumen zu verdanken…

In Fischen am Ammersee gibt es die Gärtnerei Schlereth – dort findet man auch nicht alltägliche Jungpflanzen (Physalis) und eine reiche Auswahl an Kräutern.

Doch ein Teil der Gewächshäuser gehört im Sommer den Tomaten, Gurken, Zucchini und Paparika.
Ja – es ist im Gewächshaus – aber dafür ohne irgendwelche doofen Dünger und man kann selbst ernten. Und wer in unserer Region mal versucht hat, Tomaten erröten zu lassen, der weiß, wie das Wetter da in die Planung haut….

Jedenfalls decke ich mich dort (wenn wir nicht im Süden waren und von dort Tomaten mitgebracht haben) für den Winter ein.
Mein Convenience Food sozusagen 🙂

Und bevor jetzt ein Aufschrei kommt:
Convenience Food ist der aus dem Englischen entlehnte Begriff für bequemes Essen (Convenience = Bequemlichkeit, Food = Essen). Es bedeutet somit einfach nur „Bequemkost“.
Also nicht generell was ganz Böses…. böse ist nur, wohin die Reise damit geht und das viele „Köche??“ darauf zurückgreifen, ohne zu wissen, was drin ist.

Solche Bequemkost nutze ich nur, wenn ich sie selbst gemacht habe (also in der Herbstzeit Tomatensoße, Chiliesoße und Pizzaiola vorgekocht und dann eingeweckt) oder dort kaufe, wo mitdenkende Menschen sitzen…

Tomatensoße

4 Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 Frühlingszwiebel (kommt erst später dazu)
1 Knoblauchzehe
1 Chilie
3 EL Olivenöl
1 EL brauner Zucker
Salz, Pfeffer, Paparikapulver

…und dann hochrechnen auf die Menge Tomaten die Ihr habt… bei Olivenöl, Zucker und Gewürzen nicht einfach rechnen – das würde zuviel werden… da müsst Ihr ausprobieren!

Zwiebel ganz fein würfeln und mit dem feingehackten Knoblauch in Olivenöl glasig werden lassen. Mit Zucker karamelisieren, Chilie dazu.
Nun die geschälten, kleingewürfelten Tomaten dazugeben und alles rund 30 Minuten kochen lassen. Die Tomaten verlieren so zwar an Form, verkochen aber nicht ganz.
Pikant abschmecken – einwecken.

Dies Soße ist nicht nur pur gut, sondern auch als Grundlage für Suppen und weitaus kompliziertere Soßen hervorragend geeignet. Der einzige Nachteil – mein Vorrat ist immer zu schnell verbraucht.

Wobei diese Soße rund die Hälfte der diesjährigen Tomatenvorratshaltung ausmacht.

Piazzaiola

1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
5 Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 ordentlicher Schwub Rotwein
je 1 Zweig frischer Rosmarin, Oregano, Thymian
1 Chilie
Zucker, Salz, Pfeffer

Und schon dürft Ihr wieder rechnen…Vorsicht bei Öl, Rotwein und Gewürzen

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und im Öl anbraten. Die Tomanten schälen und würfeln, mit dem Mark und dem Rotwein in den Topf geben. Die frischen Kräuter und die Chilie dazu und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Köcheln lassen. Köcheln lassen.

Falls es zu trocken wird wahlweise mit Rotwein oder Wasser ablöschen (das kommt bei richtig großen Mengen natürlich nicht vor – aber wenn man mit der Grundmenge arbeitet).

Am Ende ist die Soße eher eine dicke Paste und ich wecke sie in möglichst kleinen Portionen ein.
Hiermit ist dann noch etwa ein Drittel der Tomaten übrig…

Und daraus mache ich dann Chiliesoße – natürlich auch viel zu wenig!! Meint mein Mann 🙂 – denn er nimmt die auch gerne als Tacosoße. Obwohl ich da natürlich noch mal ein eigenes Rezept habe!

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