Der wilde Westen fängt im Osten an – in der Rhön

Wer den Wilden Westen sucht, muss gar nicht so weit reisen, wie man denkt.  In der thüringischen Rhön, gleich hinter der Grenze nach Hessen kann man ihn finden – den Westen im Osten.

Die Weite Ferne, Quarter und American Morgan Horses, das Lagerfeuer am Abend – nur mit den gebratenen Bohnen wird es mal eher nix – hier liegen standesgemäß Thüringer Bratwürste  auf dem Grill – was mal ganz sicher kein Fehler ist 😉

Die Stockborn Ranch  liegt im Biosphärenreservat der Rhön und dies zeichnet sich durch intakte Natur, endlose Weiten und entspannte Menschen aus. „Wild“ ist der Westen/Osten hier also eher aufgrund seiner Unberührtheit und nicht seiner schießwütigen Bewohner. Denn das ehemalige Grenzgebiet lag auf Seiten der DDR und wurde natürlich bis zur Wende weder infrastrukturell noch touristisch erschlossen. Schließlich wollte man möglichst wenig Menschen so nah am Klassenfeind. Daher ist die Gegend eher dünn besiedelt und die landwirtschaftlich genutzten Flächen große, zusammenhängende Wiesen und Felder. Kaum Zäune, kaum Straßen – Freiheit, wie man sie in Deutschland leider nur hier im Osten finden kann.

Und es geht ein vernehmlicher Ruck durch das Örtchen Bernshausen. Familie Heidinger ist hier seit 1864 daheim und als Gastgeber überaus aktiv: man hat die Wahl zwischen dem Landhotel „Zur Grünen Kutte“, Ferienhaus oder – wohnung, Freizeithotel „Rhön Feeling“ und seit 2016 einem eigens gebauten Sternenwagen – darin bleibt der Himmel der Rhön auch Nachts zum Greifen nah ;-). Was in einem „Sternenlichtreservat“ natürlich durchaus Sinn macht.

Westernreiten in der Rhön

Die Stockborn Ranch ist ein Traum von Lutz Heidinger, der sich erfüllte, als der vormalige Stallbesitzer von jetzt auf gleich verschwand und der Bedarf an Möglichkeiten zum Ausritt blieb. Inzwischen haben die Heidingers 25 Pferde… Tendenz dank American Morgan Horse-Deckhengst Carouso steigend.

Und nein – ich bin nicht aufs Pferd gestiegen. Aber meine wagemutigen Kollegen Alex von mybestcheck.in und die Nomadin Jeanne. Respekt!

Trotzdem hat mich diese Art des Reitens durchaus angesprochen – mir scheint es sehr plausibel, dass die Reiter die Pferde nicht kontinuierlich maßregeln und kurz halten. Wer will das schließlich einen ganzen Tag bei den Rindern durchhalten? Und die Pferde scheinen diese Freiheit zu geniessen, ja manche nutzen sie natürlich auch aus. Aber was soll´s – Spaß soll es mache, und das tut es augenscheinlich.

Was mich wirklich sehr überrascht hat, ist die Schnelligkeit. Nicht unbedingt die der Pferde, sondern eher die der Reiter. Alex hatte vorher noch nie auf einem Pferd gesessen und schien sich nach kürzester Zeit sichtlich wohl zu fühlen. Und bei einem weiteren Besuch ritt die Gruppe nach einer Stunde auf dem Übungsplatz schon mal eine kurze Runde durch die Wiesen und den Wald. Recht flott, oder?!

Erdfallsee „Bernshäuser Kutte“

Hier darf nicht gebadet werden (damit das Ufer nicht abbricht…). Baden kann man im Schönsee im Nachbarort. Bei der Bernshäuser Kutte ist entspanntes Draufschauen die gewünschte und richtige Beschäftigung 😉

Der Erdfallsee hat keinen Ab- oder Zufluss, ist 45 Meter tief und wie der Namen ja schon vermuten lässt, durch einen Einsturz entstanden. Er wird auch „Grüne Kutte“ genannt, weil sein Wasser die am Ufer stehenden Bäume spiegelt.  Rund um den See führt ein enger Pfad, so dass man ihn von allen Seiten bewundern kann… und er ist Namenspatron des Landhotels – der hat also nichts mit irgendwelchen wallenden Gewändern zu tun.

Weitere Geschichten aus der Rhön:

Mit freundlicher Unterstützung von Thüringen Tourismus GmbH*, Erfurt, die mich zu einer Pressereise in die Rhön eingeladen haben.

Mein besondere Dank geht an Kerstin Neumann von Thüringer Tourismus GmbH und Anja Schuchert von der Rhön GmbH*.

So wie Familie Heidinger, bei denen ich immer gern bin.

*Werbung

Dieser Artikel enthält Links zu Produzenten und persönliche Empfehlungen von mir. Ich bin dafür zwar weder bezahlt noch beauftragt worden, doch da ich Produkte/Produzenten nenne, muss ich dies als Werbung kennzeichnen. Und wisst ihr was – diesmal ist es wirklich welche 😉

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