Wölfe in der Göhrde – unterwegs mit Kenny und Alva

Wölfe sind mehr als „große Verwandte“ unserer Hunde, Wölfe sind geheimnisvoll, unsichtbar und wild. In Märchen sind sie gerissen, hinterhältig und brutal. Und obwohl sie hier seit jeher heimisch sind, waren sie über viele Jahrzehnte verschwunden. „Ausgerottet“ – wobei ich wirklich nicht nachvollziehen kann, warum darauf irgendjemand stolz sein konnte oder kann… „Wölfe in der Göhrde – unterwegs mit Kenny und Alva“ weiterlesen

Naturparadies Kaiserstuhl – von Reben, Kräutern und Bienenfressern

Erstaunlich, wie viel Natur in der heutigen Landwirtschaft möglich ist. Wenn man sie lässt. Wie hier am Kaiserstuhl. Endlich.

Natürlich nicht überall, aber der Großteil der Winzer hat inzwischen begriffen, dass ein gesundes Ökosystem eine wichtige Voraussetzung für guten Wein ist. Und zwar nicht nur die Biowinzer! „Naturparadies Kaiserstuhl – von Reben, Kräutern und Bienenfressern“ weiterlesen

Die Pestizidlüge – André Leu über Glyphosat & Co

Glyphosat (eines der wenigen Pestizide dessen Name ein Begriff ist) hat in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Seine EU-Zulassung für weitere 5 Jahre 2017 hat die Bevölkerung in Deutschland (und Teile der Bundesregierung) mit Unverständnis erfüllt. Die Bürger haben deutlich Stellung gegen das weltweit verbreitetste Totalherbizid von Monsanto bezogen und auch die Bundesregierung hätte sich eigentlich bei der Abstimmung in Brüssel enthalten sollen… doch dann kam Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und schwup – Glyphosat blieb uns erhalten. 

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Der wilde Westen fängt im Osten an – in der Rhön

Wer den Wilden Westen sucht, muss gar nicht so weit reisen, wie man denkt.  In der thüringischen Rhön, gleich hinter der Grenze nach Hessen kann man ihn finden – den Westen im Osten.

Die Weite Ferne, Quarter und American Morgan Horses, das Lagerfeuer am Abend – nur mit den gebratenen Bohnen wird es mal eher nix – hier liegen standesgemäß Thüringer Bratwürste  auf dem Grill – was mal ganz sicher kein Fehler ist 😉

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Edelpilze statt Schwammerl in der Altmark

Irgendwo in Deutschland. Morgens um 6, mitten im Wald.

Der Nebel hält sich zwischen den Bäumen, ein Käuzchen ruft, einige Tropfen platschen zu Boden, ein Ast knackt.

Ein einzelner Mensch. Mit Körbchen, Messer und einem Auftrag – möglichst viele Pilze zu finden und heim zu bringen.

Natürlich nur von den Guten – und da sind sich die Pilzliebhaber schon ziemlich einig: Steinpilze, Pfifferlinge, Morcheln, Stockschwämmchen, Reizker, Schirmpilze, Maronen (na ja), Krause Glucken (unbedingt!) sollen ins Körbchen.

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Was für ein Ritt!

Das ist die Sertürner Renette - wenigstens die
Das ist die Sertürner Renette – wenigstens die

Heute ging es nach Lemgo – das ist in der Nähe von Hameln und wer es noch genauer wissen will… Google findet es.
Der Tag war ein Traum und als ich durch die Heide fuhr wurde mir ganz wehmütig. Zu gerne hätte ich die Autobahn verlassen und wäre ein wenig hier geblieben… aber Lemgo ruft.

Hier gibt es eine extrem aktive Ortsgruppe des BUND (Bund Naturschutz), die eine große Obstsortendatenbank ins Internet gestellt hat.

Willi Hennebrüder ist der Mann der Worte – er hat mich auf viele Apfelsorten aufmerksam gemacht und mir wirklich bei der Entscheidung geholfen, welche Äpfel ins Buch sollen: Sertürner Renette, Lausitzer Nelkenapfel, Jakob Fischer.

Immer noch in meinem Hinterkopf sind Finkenwerder Herbstprinz (davon hat Eckart Brandt so toll erzählt) und der Korbiniansapfel.
Da ich ja aber auch noch ein paar Birnen, Kirschen und andere Obstsorten habe, merkt ihr schon – der Platz wird knapp.

Nicht wirklich knapp ist die Fläche, auf der der BUND eine Streuobstwiese pflegt.
Wir haben über 2 Stunden gebraucht, um alles anzuschauen und Willi Hennebrüder wußte zu fast jedem Baum was zu erzählen… und zum Gelände selbst, denn die etwa 280 Bäume stehen im alten Lustgarten der Edelherren zu Lippe nördlich des Schlosses Brake.

Eine Herde aus Ostfriesischen Milchschafen und Bentheimer Landschafen leben sozusagen im Erdgeschoß. Alte Rassen, aber nicht im Buch vorgesehen. Auch so was gibt´s natürlich.

Leider musste ich feststellen, dass von den geplanten Äpfeln nur die Sertürner Renette auf einem Ast hier wächst. Also hatte ich die sensationelle Möglichkeit drei Äpfel aus 360 Grad zu fotografieren.
Schon frustrierend.

Gegen 14 Uhr war ich fertig.
Und nun?

Mein Navi rechnete mir vor, dass mein Weg zurück nach Hamburg dieselbe Zeit beanspruchte, wie der zu den Schnucken im Weser-Ems-Gebiet.
Da wurde mir sogar gleich noch ein Bett angeboten, weil der Mann von Nadja Heftrich-Beckers (meiner Schnuckenfrau) heute eh Geburtstag hätte und sie sich freuen würden, wenn ich dazu käme.

Oh mein Gott. Ich will doch gar nicht stören – nur die Gelegenheit (und das schöne Wetter) nutzen, um die Schnuckenfotos zu machen und Nadja kennen zu lernen…

Also ich nach Till bei Wittmund…

Und in mein Bett in Hamburg kam ich erst in den Morgenstunden.