Die Aktion #saatanne – zeigt Wirkung

… also auf jeden Fall in manch anderem Garten oder Balkon. Bei mir haben die Hühner jegliche Anpflanzung rigoros unterbunden. Selbst meine Schutzmaßnahmen mit Vogelkäfigen und Kaninchendraht, haben nicht viel gebracht. Doch schaut selbst, was mit #saatanne geschehen ist:

Maria, München

Die Wildblumen sind bei Maria leider nicht aufgegangen. Erst zu viel Regen, dann zu wenig Regen, dafür dann Hagel und überhaupt – kein gutes Wetter für Gartenexperimente in Bayern. Aber wenigstens in den Töpfen kommen einige Nutzpflanzen… Rote Bete und Chili.

Heike, Mainz

Tja, da sieht man gleich, was Heike wirklich ausgezeichnet kann… fotografieren 😉 (Wobei ich ganz eindeutig alle anderen Fotografinnen loben will!)

Aber bei Heike ist so gut wie nichts gewachsen – und ihre Fotos vermitteln ein ganz anderes Bild.

Aber nach eigenen Angaben ist es sonst nur „undefinierbares Grün“… ob es nun am Wetter oder den Eichhörnchen liegt – keine Ahnung. 

Gundula, Berlin

Auf einem Balkon sind es natürlich noch mal ganz andere Herausforderungen, Insekten anzulocken. Gundula ist es gelungen:

„Ich hatte zunächst etwas eng gesäht, Britta Freith riet mir zum Ausdünnen, aber ich habe das dann doch gelassen, wollte nichts kaputtmachen. Interessanterweise ist die Erde in diesem Kasten immer etwas feuchter gewesen als die Kästen oben, so habe ich es dann mit dem Gießen nicht übertrieben. Wohl eher etwas untertrieben, denn ich musste ein paar vertrocknete Gewächse ausreißen. Die lila Blüten haben auf jeden Fall Wildbienen und Hummeln angelockt, so wie auch die Stauden oben, die ich als Setzlinge gekauft hatte. Ansonsten sind da aber noch keine weiteren Blüten zu sehen. Es ist also etwas los auf unserem Balkon. Das fanden übrigens auch die gestressten Meiseneltern aus der Ulme nebenan, die gern Station bei uns gemacht haben. Zwischen zwei Stängeln einer Witwenblume hatte auch eine Spinne für ein paar Tage ihr Netz gebaut. Also hatten alle was davon.
 
Der Balkon sieht ja etwas wild aus. Da ich Pflanzen habe, die nacheinander blühen, habe ich mehr grün als bunt. Ich gestehe, dass mir rein optisch auch gestylte Balkons in zwei Farben sehr gut gefallen. Sind bloß nicht insektenfreundlich. Ich hatte einfach mal im Gartencenter drauflos gekauft und werde mir für das nächste Jahr wohl auch ein paar Gedanken zu Farben und Blütenmonaten machen.“ Gundula aus Berlin
Borretschblüte
Borretschblüte
Wahrscheinlich wäre bei Gundula ein Kasten mit Küchenkräutern perfekt. Basilikum blüht z.B. den ganzen Sommer durch, bildet immer neue Samenstände und lockt allerlei Insekten an. Er sieht dabei aber irgendwie ordentlich aus 😉
Auch Borretsch und Salbei sind wunderschön… pflegeleicht und außerdem lecker.
 

Henrike, Köln

Hier sind ganz unterschiedliche Standorte bepflanzt worden und Henrike ist extrem ordentlich bei Dokumentation und Beschreibung 🙂

„Der Knospenkohl ist dermaßen schnell gewachsen, dass er direkt Blüten angesetzt hat. Ich habe dann mal recherchiert: Das scheint im Sommer eher normal zu sein, weshalb viele den Anbau auf den Herbst verlegen. Das werde ich jetzt auch probieren und lasse nun einfach etwas Saatgut reifen.

Die eine Sommerwiese (die problematische unter dem Feigenbaum) ist gut gekommen, ist jetzt aber weitestgehend verblüht. Ich lasse einfach alles stehen, damit da im nächsten Jahr wieder was wächst.

Die andere Bienenwiese blüht noch und da kommt auch immer mal wieder was nach. Irgendwie scheint da die Blütenzusammensetzung anders zu sein. Das ist für mich natürlich hübscher anzuschauen 😉

Die rote Bete ist ebenfalls gut angewachsen, obwohl das Beet ganz neu und der Boden noch recht fest ist. Die scheint damit aber sehr gut zurechtzukommen.

Die Oxford Blue sehen auch hübsch aus und blühen noch. Ich habe mich an die Anleitung gehalten mit dem Abstand beim Säen. So wie sie jetzt wachsen, hätte ich aber wohl dichter säen können.“ Henrike aus Köln

Bei den meisten sind die Gemüse und Kräuter besser gekommen als die Wildblumenmischungen. Bei mir auch. Aber sie haben hier das erste Stadion nicht überlebt… sobald sie raus in den Garten durften, waren sie Futter.

Knospenkohl, Cima di Rapa - wilder Brokkoli
Knospenkohl, Cima di Rapa – wilder Brokkoli

Aber den Knospenkohl werde ich auch noch mal angehen… der ist einfach fein!

Daniela Dreuth, Arnstadt

Auch bei Daniela haben die Samen ein Eigenleben entwickelt. Dort, wo sie sie eingeplant hat, wollten sie anscheinend nicht kommen. Und der trockene Sommer hat vielen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin ziemlich beeindruckt, was dennoch alles wächst. 

Und Daniela hat einen ausführlichen Bericht zur Aktion #saatanne auf ihrem Blog – mit ganz vielen Fotos und Infos zur Aktion #saatanne. 

Projekt Blumenwiese

Uschi Horner

Also ich finde ja, dass es bei Uschi echt gut aussieht – so gar nicht wild. Sie sieht es etwas anders…

„Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin erst seit vergangenem Jahr mit einem Garten gesegnet. Vorher war ich die klassische Balkonbewirtschafterin. Und dies funktionierte auch nur mit Pflanzen, die ein paar Tage ohne meine Fürsorge und Wasser leben konnten. Jetzt ist alles anders. Wie ich bereits feststellen musste, waren die Pläne groß, und die Zeit immer irgendwie ein bisschen zu knapp. Ich wollte einen großen Bogen pflanzen, und eine richtig schöne Blumenwiese anlegen. Leider habe ich es nur auf einem kleinen Fleck geschafft.

Mittlerweile bin ich froh darüber, denn bei uns war es teilweise so heiß, dass an diversen Stellen der Rasen verbrannt ist. Da ich aber versuche, Ressourcen schonend zu gärtnern, habe ich nur ein kleines Stück Wiese regelmäßig bewässert. Und hier beginnt es schön langsam zu blühen.

Die Zwiebeln und Knollen der mitgeschickten Mischung „Bienen und Schmetterlinge“ hatten es da besser: Sie kamen im April in mein Kunterbunt-Beet und bekommen regelmäßig Wasser. Freesien, Prachtscharte und Gladiolen zeigen bis dato zwar nur hübsche, grüne Blätter, aber da kommt ja sicher noch was. In voller Blüte präsentieren sich hingegen die Dahlien.

Um trotzdem genügend Bienenfutter anzubieten, habe ich im vergangenen Jahr bereits Lavendel gepflanzt. Diesem gefallen die heißen Temperaturen total gut und erfreut Schmetterlinge, Bienen und Hummeln Tag für Tag. In unserem Garten gibt es aber auch gelbe Astern, die jetzt zu blühen beginnen, und der Sonnenhut steht in den Startlöchern. Unzählbar sind derzeit die Blüten der Kapuzinerkresse im Hochbeet. Außerdem lasse ich im Gemüsebeet gerade Rucola und einiges andere ausblühen. Für Bienenfutter ist also ausreichend gesorgt. Und fürs nächste Jahr steht die große Blumenwiese dann ganz oben auf meiner Pflanzliste. Versprochen!“ Uschi Horner

Blühender Mangold
Blühender Mangold

Die Idee Gemüse, Salat und Kräuter ausblühen zu lassen ist toll. Ihr werdet staunen, wie schön und ungewöhnlich diese Blüten sind. Außerdem geht es dann schon wieder in Richtung „eigenes Saatgut gewinnen“. Genau so sollte es sein!

Andrea, Münster

Das Gießen hat was gebracht. Bei Andrea ist einiges geboten, auch wenn der Start sich rausgezögert hat. Es hat etwas gedauert, bis die ersten Blüten erschienen. Nach ihrer Einschätzung hat die „Wild- und Wiesenblumenmischung“ besser funktioniert als die Bingenheimer Bienenweide.

Sie ist auf jeden Fall sehr glücklich mit der Aktion #saatanne und ihrem neuen Garten. Das Insektenhotel ist ausgebucht, Schmetterlinge, Vögel und Fledermäuse sind begeisterte Gäste ihres Gartens.

Besonders schön, ist diese Geschichte von Andrea:

„Hier haben deine Kornblumen gestern schon eine halb verhungerte Biene gerettet. Die hatte ich erst am Vogelbad Wasser trinken lassen und habe sie dann zu den Kornblumen getragen. Da hat sie wie irre gefuttert und ist dann wieder davon.“ Andrea aus Münster

Ich sehe es ja eher als Ihre Kornblume und Rettungsaktion an 🙂

Anne, Ammersee

Ihr seht es schon – der wunderschöne Oxford Schwarzkümmel bildet seine Blüten inzwischen in Bodennähe. Denn die Küken kommen mit den Köpfen ganz schön weit rein. Über den Eimer hatte ich ein Netz gespannt… aber gegen 8 Hühner hatte es keine Chance. 

Die unteren beiden Bilder kommen aus dem inzwischen eingezäunten großen Beet. Was da noch kommen wird, ist abzuwarten… war nicht eine meiner besten Ideen, Hühner und Blumenwiese zeitgleich im selben Garten anzusiedeln.

Die Idee hinter #saatanne 

Als mich überall die Tütchen mit Insektenwiesen, Schmetterlingsträumen und Artenvielfalts-Versprechen anlachten, wollte ich mal schauen, was dahinter steckt und was wirklich funktioniert. 

Also habe ich unterschiedlichste Samen gekauft und unter die Lupe genommen –  Schmetterlingswiese und Bienenparadies – ein Überblick über Samen

Danach habe ich sie verteilt und andere haben die Arbeit übernommen – Gemeinsam für mehr Artenvielfalt #saatanne

Im Herbst will ich ein Fazit ziehen, was funktioniert hat und was nicht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.