1. kulinarisches Bloggertreffen

Am Abend des 14. Aprils 2011 treffen sich erstmals und auf Initiative von Hendrik Haase (Wurstsack) Blogger und andere 2.0 Fans um 19:00 Uhr zu einem kleinen Abendessen auf der Stuttgarter Messe.

Allen Slow Food Menschen ist natürlich klar, dass der 14. der erste Tag der Slow Food Messe „Markt des guten Geschmacks“ ist… einer jährlichen Messe für Endverbraucher und Fachbesucher, bei der es um ausgesuchte Lebensmittel bester Qualität geht und man probieren und kaufen kann.

Bei der genauen Gestaltung des Treffens sind wir (noch) offen.
Was fest steht ist, dass wir einen Raum für unser Treffen bekommen und die Messe eine kulinarische „Grundversorgung“ zugesagt hat. Es gilt: Desto mehr Teilnehmer dabei sind desto länger und voller wird die Tafel!

Also denkt darüber nach und lasst uns gemeinsam Slow Food in diese Kommunikations-Welt holen…

Neue Traditionen braucht das Land

„Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ – das soll die Braut am Hochzeitstag tragen.

Der Brauch stammt wohl ursprünglich aus England, hat vor allem durch Kinofilme bei uns an Bekanntheit gewonnen und sich mittlerweile auch hierzulande zu einer beliebten Tradition gemausert.
Fühlt sich schon ein wenig so an, als ob es auch hier schon immer Tradition war.

Da komme ich doch mit meiner Idee neuer Traditionen gerade recht:
bei uns bin schon immer ich für die Inhalte von Geschenken (meist Päckchen oder Paketen – weil viele unserer Freunde und Verwandte weiter weg leben) verantwortlich.

Mein Mann für die Logistik.

Also einpacken, wegbringen und heil ankommen lassen.
So günstig wie möglich.
Und schnell natürlich.

Dieses System haben wir von meinen Eltern übernommen (seht ihr – TRADITION!), bei denen es nicht nur Jahrzehnte lang funktioniert hat, sondern darüber hinaus auch immer wieder der zwischenmenschlichen Weiterbildung und guter Geschichten diente.

Denn schon meine Mutter wusste, was in ein richtiges Päckchen gehört:
„etwas Leichtes, etwas Schweres, etwas Rundes und etwas Zerbrechliches.“ „Neue Traditionen braucht das Land“ weiterlesen

Verloren

Wir haben verloren, wir naiven Gut-Menschen.
Ein Stück unseres Glaubens.
Ein Stück unseres Gutseins.

Denn wir (sehr viele von uns und vor allem hier in Deutschland) haben geglaubt, das Obama es ernst meint.

Wir haben verstanden, dass viele Dinge nicht von jetzt auf gleich und auch nicht von heute auf morgen umzusetzen sind. Und haben ihn verteidigt.

Aber jetzt – da er sich dem Druck der andern beugt – und er Guantanamo nicht länger aktiv bekämpft – ist es/er vorbei.

Der Glaube, dass es Gerechtigkeit gibt – das Menschen nach den Regeln unserer internationalen Absprachen behandelt werden und damit ein Minimum an Grundrechten gewahrt wird – ist dahin.

Schade.

Es wäre eine gute Gelegenheit für die Vereinigten Staaten gewesen, andere von ihrer Klasse und Ernsthaftigkeit zu überzeugen. Verschenkt.

Gebäck für Geduldige

Diese Mürbeteigplätzchen gibt es in Griechenland zu Weihnachten. Daher auch Plätzchen 😉

Meine Mutter hat sie aber eigentlich das ganze Jahr gemacht und ich habe mittlerweile fest gestellt, dass sie erstens nicht zu frisch gegessen werden sollten – also 5 Tage sollten seit dem Backen schon vergangen sein. Durch die eingesteckte Nelke haben sie nämlich ein ganz besonderes Aroma, dass sich im Laufe der Lagerzeit noch erhöht.

Und zweitens passen sie einfach perfekt zu einer Tasse Kaffee oder Tee (gerne nach einem guten Essen) – sie sind gehaltvoll aber nicht zu süß.
Also auch eher nichts zum so weg knabbern…

Im Netz habe ich einige Varianten Kourabiethes und Kourabiedes entdeckt – aber die meisten stechen sie nach Weihnachtsplätzchenart einfach aus und auch die Rezepte sind doch ganz anders… „Gebäck für Geduldige“ weiterlesen

Für eine fauchfreie Zone

Katzen!
Wer sie liebt, ist unweigerlich verloren.

Diese Vierbeiner haben uns sowas von „im Griff“… also mich auf jeden Fall.

Und im Winter ist es immer besonders arg.

Da hat auch ihre Geduld schnell mal ein Ende.
Obwohl sie ja sonst „Meister des Chillens“ sind – wie unser Sohn neidvoll gesteht.

Er hat da wohl vor allem unseren Kater Heinz im Blick, der überall rumflaggt.
Völlig eins mit dem hier und jetzt und dem dort und allem was ihn umgibt gleich auch noch….

Aber wenn es draußen nicht so warm ist und man auch noch nasse Füße bekommt – und zwar gleich vier Stück bei einem Rundgang, ist Schluß mit der allgemeinen Entspanntheit.

Sicherlich liegt es auch daran, dass die drei sich außerhalb des Hauses sporttechnisch derzeit eher dezent zurückhalten. Sie sind viel zu sehr mit wärmekonservierenden Maßnahmen beschäftigt, statt sich in der Winterlandschaft richtig auszupowern.

Das machen sie dann einfach drinnen.
Zum Missfallen ihrer anderen vierbeinigen Mitbewohner.

Nicht etwa, dass die nicht auch spielen wollen.
Nur eben nicht gerade jetzt und schon gar nicht mit demjenigen, der hier nun voll aufdreht.

Also endet jedes spielerische Hüpfen und Rennen im fauchenden Protest eines anderen.

RTL 2 könnte da glatt eine seiner besonders gelungenen Docus drehen.
Immer dasselbe.

Ich werde jetzt eine Unterschriftenaktion für eine „Fauchfreie Zone“ starten.
Also unterstützt mich….bitte 😉

Geplante Obsoleszenz


Geplante  Obsoleszenz – ein Fremdwort, unter dem ich mir zunächst ein mal so gar nichts vorstellen konnte (und damit bin ich nicht allein – mein Rechtschreibkorrekturprogramm mault die ganze Zeit!).

Kommt es nun von obscenus – schmutzig, verderblich, schamlos – so wie die Obszönität?
Oder hat es etwas mit Solvenz zu tun, der Zahlungsfähigkeit?

Unter Obsoleszenz versteht man eine schnellere Abnutzung bzw. Veralterung eines Produktes. Die Obsoleszenz kann verursacht werden durch Veränderungen
1. im psychologischen Bereich (insbesondere bei Mode-und Geschmacksänderungen) und
2. im technischen Bereich (durch Einbau von Sollbruchstellen oder Unterlassung von technischem Fortschritt).

Quelle: wirtschaftslexikon24.net

Also hat es eigentlich mit beidem zu tun.
Es geht um die schamlose Inanspruchnahme unserer Geldmittel.
Oder Sterbehilfe für Konsumgüter 😉

Und ich habe immer gedacht, ich spinne.
Kümmere mich nicht richtig um meine Geräte.

Bei meiner Mutter hat eine Waschmaschine gehalten.
Vielleicht nicht ein Leben lang, aber dann doch ein halbes.
Und bei mir.
Alle paar Jahre wechseln wir Kühlschränke, Waschmaschinen, Ofen wieder aus.

Denn die bauen Chips ein, die die Lebensdauer verkürzen.
In unsere Geräte.
Die wir kaufen. Und natürlich bezahlen.
Damit wir neue kaufen und sie unser Geld bekommen.
Wirtschaft nennen sie das.

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi

Wir haben einen alten Drucker von HP – den haben wir vor 10 Jahren gebraucht gekauft – der läuft und läuft. Da hat wohl einer bei der Produktion geschludert… Montagsdrucker.

Alle danach gekauften Drucker, sind längst schon wieder ausgetauscht.
Egal welche Marke.
2 Jahre. Schwups. Kaputt.
Natürlich kurz nach der Garantie.

Und auch nicht zu reparieren – das lohnt nicht.
Das bietet auch kaum einer mehr an.
Zumal ein neuer Drucker ja sooooo günstig ist.
Geld kostet er dennoch.

Und was mich noch viel mehr ärgert, ist die Verschwendung.
Die Müllberge.

Und die Veränderung in unseren Köpfen.
„Wegwerfgesellschaft“ – wer mag sich schon selbst dazu zählen.
Aber wir müssen es wohl einsehen.
Genau das sind wir.

Und wir werden bewußt in diese Richtung getrieben.

Da kommen einem gleich wieder Matrix-Bilder in den Kopf.
Wir hängen am Versorgungsnetz und werden mit falschen Informationen manipuliert und finanziell zur Ader gelassen.

Wieso ich mich mit diesem Thema beschäftige?
Ich habe eine tolle Reportage auf ARTE gesehen: Kaufen für die Müllhalde