Geschichte zum Anfassen

Der Tag des offenen Denkmals sensibilisiert Menschen für die Bedeutung unseres kulturellen Erbes und weckt Interesse für die Belange der Denkmalpflege. Jedes Jahr Anfang September. Deutschlandweit. Und auch in Dießen am Ammersee.

Seit 2005 ist auch der Schackypark zu diesem Anlass ganztägig geöffnet.

2006 zogen mehrere lebendige Werkstätten über 700 Besucher in den Park
* Neugierde: Frigga Dettmer veranschaulichte Lage und Namensgebung dieses Platzes und bot Informationen zum früheren Aussehen.
* Wegekreuz mit Rondell und Brunnen: Prof. Dietrich Klemm und Detlef Reichert demonstrierten die Arbeiten zur Freilegung und Sicherung der Wege und Brunnenanlagen.
* Apfelspalier: Peter Kaun sen. erläuterte Planung, Pflanzung, Instandsetzung und Pflege des alten Apfelspaliers oberhalb der Villa Diana. Er gab zudem Tipps rund um Obstbaumpflege
* Ententeich und Entenhaus: Andreas Weinzierl veranschaulichte die Aufräumarbeiten rund um den Ententeich.

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Nichts gedeiht ohne Pflege…

…. und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unsachgemäße Behandlung ihren Wert.”

Peter Josef Lenné
(1789-1866)
Königl. Gartendirektor Potsdam

Über den Schackypark habe ich ja schon immer mal wieder berichtet (und werde es auch weiterhin tun) – manchmal in kulinarischen Zusammenhang, manchmal einfach aufgrund schöner Veranstaltungen.

Diesmal geht es um die bevorstehenden Herbsttermine und das Buch „Heimat bewegt“ (eine Schriftenreihe des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V) in dem unser Park eine hervorragende Rolle spielt – auch weil viele meiner Fotos den Rahmen des Buches bilden 🙂 .

Das macht mich natürlich stolz.

Es geht um 50 Beispiele ehrenamtlichen Engagements.

Alle zeichnen sich durch die Originalität der Idee und ihre Vorbildwirkung aus. Sie machen sicherlich Mut und regen hoffentlich noch mehr Menschen dazu an, Heimat zu spüren und selbst zu handeln.

Besonders gefallen haben mir diese Aktionen, die auch ganz ausführlich (jeweils eine A4 Doppelseite) mit zahlreichen Fotos beschrieben sind:

„Wo Franz Marc malte und zeichnete“ – Kunst in der Staffelalm.

Hier hat Marc in der Zeit zwischen 1907-1910 einen Ochsenkopf sowie einen Hirsch mit Hirschkuh direkt auf die Innenwand gemalt. Da es dem Senner zu mühsam war, drumrum zu weißeln, verschwand die Malerei unter einem Kalkanstrich und wurde erst 1993 wieder ans Licht geholt.

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Die Schnitzelgeneration

Die Schnitzelgeneration 2009... im Gegensatz zu Piraten alter Schule, die noch wußten wie man Knochen und Säbel kreuzt!
Die Schnitzelgeneration 2009... im Gegensatz zu Piraten alter Schule, die noch wußten wie man Knochen und Säbel kreuzt!
Fassungslosigkeit!

Das es Menschen gibt, die keinen ganzen Fisch essen können und ein grauenhaftes Schlachtfeld auf ihrem Teller hinterlassen, weiß ich.

Das man aber ein vergleichbares Disaster mit einem Kotelett erreichen kann, hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten.

Zwei fast 10jährige Jungs haben es mir demonstriert. Und nicht, weil die beiden kein Fleisch mögen. Aber sie sind auf Schnitzel trainiert und nicht in der Lage mit einem Knochen im Fleisch umzugehen.

Auch wenn ich ihnen erklärt habe, wie und wo der Knochen verläuft – sie sind damit einfach nicht klar gekommen und hatten sichtlich keinen Genuß beim Essen. Wir beim Zuschauen übrigens auch nicht…

Dabei liebe ich Koteletts!

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Risotto für Anfänger vom Könner

Diese Welt besteht aus Gegensätzen. Zum Glück. Das macht sie spannend, lebendig und wunderschön.

Leider muss man (oder vor allem auch ich) sich über Mißstände aufregen und gegen den Unverstand kämpfen – siehe meinen gestrigen Beitrag über Bauern und Kartoffeln 😉

Bei solchen Sachen geht mir einfach die Hutschnur hoch (ist ja auch ein nettes Bild, oder?!)

Heute geht es gleich wieder um die Landwirtschaft – aber diesmal um Reis und es ist eine Geschichte, die Mut macht, weiter zu kämpfen und sich einzusetzen. Und sie zeigt, das es Menschen gibt, die mit diesem Kampf viel erreicht haben.

Geschrieben hat sie meine Freundin Andrea, die ihr Herz in Italien gelassen hat und nicht zuletzt dadurch feine, kleine Köstlichkeiten von häufig unbekannten, kleinen Erzeugern für ihren Laden Alimentari importiert.
Sie ist Fördermitglied bei Slow Food Fünfseenland und durch Zufall darauf gestoßen, dass „ihr“ Risottohersteller „gli Aironi“ in Italien an der Seite von Carlo Petrini für „Gut, Sauber, Fair“ kämpft.

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Das Problem mit den Bauern und den dicken Kartoffeln

„Landwirtschaft ist in erster Linie Wirtschaft“ – sagt Steinmeiers Schattenminister Udo Folgart und bekennt damit Farbe. Er setzt sich für den Anbau der Genkartoffel Amflora und Massentierhaltung ein.

Und hilft mir damit bei einer Entscheidung, wen ich am 27.9 auf gar keinen Fall wähle:
die SPD!

Im letzten Slow Food Heft ging es auch um die bevorstehende Bundestagswahl. Dort fand man die Argumente aus den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien aufgelistet.

Und die SPD setzte bei der Gentechnik vor allem auf die Wahlfreiheit und Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Futter- und Lebensmitteln, obwohl sie schon erkannt hatte wo der Hase läuft:

„Die große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt Genveränderungen in Lebensmitteln ab.“

Quelle: SPD in „Was steht zur Wahl“ Slow Food Magazin 4_2009

Ja genau: 78 Prozent der Deutschen lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Ich glaube, ich kenne selbst niemanden, der das anders sieht.
Und 85 Prozent wollen auch auf keinen Fall Gentechnik im Futter der Nutztiere, deren Fleisch wir essen.

Steinmeiers Schattenminister ist das egal.

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Das Wunder von England

Die Reise des Freundeskreises Ammersee Windermere Ende August (an der jeder gerne teilnehmen kann!) wirft ihre Schatten voraus:

Einer leiht sich noch fix ein Navi und hofft vielleicht, dass es auch gleich noch die richtige Strassenseite mit
anzeigt (wir haben kein Navi und verzichten aufs Autorfahren in England, bis die endlich zur Besinnung kommen!).

Ein anderer (der Moosblogger) kramt die langen Unterhosen raus und hofft vielleicht, dass der Wetterbericht sich grundlegend irrt.

Und wieder ein anderer macht sich Gedanken über das Wohl unsere Familie und deckt uns mit guten Tipps für die Reise ein – mein Vater – oder besser der Opa:

Lieber Julius,

schon seit König Arthurs Zeiten hat eine Reise nach England auf Frauen einen verjüngenden Effekt (wegen der Hexe Morgan le Fay).

Z.B. ist Anne, wenn sie hinfährt, 5-mal so alt wie Du, wenn sie zurückkommt nur noch viereinhalb-mal.

Ausgerechnet vom Opa.

Ich finde, das solltet Ihr wissen, nicht dass Ihr auf einmal einen furchtbaren Schrecken davontragt!

Dein Opus mathematikus

Herzlichen Dank dafür!