Japanische Frauenversteher

Es gibt einige Dinge, in denen uns die Japaner voraus sind – trotz Wirtschaftskrise. Gefühlsduselei gehört sicherlich nicht dazu.

Ein Beitrag im ZDF Auslandsjournal hat mich jetzt endgültig davon überzeugt: da die Scheidungsrate sich in den letzten Jahren verdoppelt hat, sucht man nach Auswegen aus der Misere und so wurde der Macho-Männer-Club gegründet.

Da sitzen die Krawattenträger nun (für japanische Verhältnisse sehr trocken und kurz) zusammen und üben sowas wie Demut.
Der eigenen Frau die Tür zu öffnen oder Danke zu sagen – das will schließlich erstmal gelernt sein.

Ihr Motto: „Ich rette meine Ehe wenn ich mit meiner Frau spreche und sie berühre“ – da ist doch sicherlich was dran 🙂

Es wären jedoch keine Japaner, wenn sie dieses neue Betätigungsfeld nicht vorbildlich organisiert und strukturiert hätten. So gibt es eine Skala von 1 bis 10, sozusagen die Stufen des Erfolges: für jede erreichte Stufe erhält das Vereinsmitglied dann natürlich eine Urkunde…

Stufe 4: der Frau den Vortritt lassen

Stufe 5: gemeinsam spazieren gehen

Stufe 10: einfach zu ihr „Ich liebe dich“ sagen.

Von den 7.000 Mitgliedern hat übrigens EINER Stufe 10 erreicht….

Wer mag – hier kann hier den Beitrag sehen – viel Spaß!

Der Bienenbetörer vom Schacky-Park

Honig – das flüssige Gold der Bienen. Ein Naturprodukt aus rund 200 verschiedenen Inhaltsstoffen – gesund und lecker. Von Bienen gemacht und von Menschen geerntet

Klement Noll, der Biobauer der uns im Schacky-Park hilft, hat seit 2006 einen Teil seiner Bienenvölker dort aufgestellt und entlockt diesen dreimal jährlich ihren gesammelten Honig.

Für einen Liter fliegen die Bienen in 10.000 Stunden etwa 10 Millionen Blüten an … man sieht also, dass nicht nur der Föderkreis im Park sehr fleißig ist.

Pfingstsamtag hat Klement mit seinem Team den Besuchern gezeigt, wie er den Honig erntet und dabei auch gleich noch viel Interessantes rund um die Imkerei erklärt.

Geruch und Aussehen der Blüten locken die Bienen an. Und aus ihnen saugen sie den Nektar, das Ausgangsprodukt des Honigs.

Dieser Nektar besteht zur Hälfte aus Wasser. Da der Honig für die Bienen aber ihr Wintervorrat ist, muss er natürlich haltbar gemacht werden. Dies geschieht durch Wasserentzug (Verdunstung) und den Zusatz körpereigener Enzyme (Fermente).
Ist er reif, wird er in die Waben deponiert und diese anschließend mit einem Wachsdeckel verschlossen, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
Sind über zwei Drittel der Waben verdeckelt, erkennt der Imker, das der Honig reif ist und schreitet zur Tat.

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Pandas Strich-Parade

... mein Vater trifft auch gleich mit dem ersten Strich. Danke dir für die tolle Zeichnung!
... mein Vater trifft auch gleich mit dem ersten Strich. Danke dir für die tolle Zeichnung!

Meine Zeit in England liegt lang, lang zurück – meine Liebe zu vielen Teilbereichen des british way wird aber wohl nie vergehen.

Ich habe wirklich! tolle Rezepte aus der Zeit, viel über den entspannten generationsübergreifenden Umgang miteinander gelernt und endlich Menschen gefunden, deren Humor nicht von jedem verstanden und gut geheißen wird. Da fühlt man sich doch gleich willkommen!

Da ich nicht wirklich perfekt Englisch spreche, lese oder gar schreibe, rette ich mich mit Händen und Füßen, Wörterbuch und Nadia so lala durch den Tag. Ist ja nicht jeden Tag …

Über einige Umwege bin ich nun auf „Eats, Shoots and Leaves“ gestoßen. Und mein Vater hat mir gleich das passende Bild dazu gezeichnet 🙂 .

Ach, wenn doch endlich mal jemand mit soviel Humor und Verstand die Bösartigkeiten und Abgründe der Deutschen Rechtschreibung und Grammatik (und ihrer Nutzer) aufs Korn nehmen würde!

Die Rezensionen haben mich gleich davon abgehalten, mir die deutsche Übersetzung zuzulegen – britischen Humor zu übersetzen ist ja auch bestimmt nicht leicht… und das Original ist einfach unschlagbar:

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Griechische Tempel auf Reise

Ein Rundbau mit Säulen, nicht mehr und nicht weniger ist ein Monopteros.

Hier in Süddeutschland denkt man eigentlich immer erstmal an den „neuen“ Monopteros im Englischen Garten. 1836/37 wurde er nach einem Entwurf von Leo von Klenze auf einem künstlichen Hügel errichtet. Der Hügel soll übrigens aus Bauschutt der Münchner Residenz bestehen… das nenne ich doch mal gelungene Resteverwertung!
Und als der neue gilt er, weil 1790 Carl August Sckell nahe dem Chinesischem Turm bereits einen hölzernen Apollotempel gebaut hatte.

Diese kleinen Rundtempel gibt es an vielen Orten in Deutschland und der Welt.
München hat gleich zwei – im Nymphenburger Park steht der zweite – aber auch in Hamburg, Potsdam, Wiesbaden, Bad Vilbl, Teublitz, Hannover, Eutin und natürlich Wörlitz. Nach Wörlitz fahre ich im August und lasse mich von Thomas Raff in die Geheimnisse des Parks einweisen. Wer Lust hat – hier gibt es mehr Infos dazu.

In Stuttgart wurde erst 2001 im Rahmen der Bundesgartenschau ein Monopteros gebaut. Auch nett 🙂

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Fest in Hafners Hand

Jedes Jahr das Gleiche – weg sind sie!

Die Blumenfelder rund um Dießen sind bis auf den letzten Halm geplündert, wer kurzfristig ein Bett für dieses Wochenende sucht, wird nur mitleidig angeschaut und im ganzen Ort werden Besen geschwungen, Zäune ausgebessert und gleich noch frisch angemalt, Blumenkästen ratzfatz bepflanzt und natürlich auch Einfahrt und Bürgersteig ordentlich gefegt.
Mancher vergeht sich in seinem Überschwang sogar an der Straße – obwohl die marktgemeindlichen Saubermänner da natürlich schon längst tätig waren.

In den Lebensmittelgeschäften brummen die Kassen und die Menschen schleppen ihre Beute taschen- und tütenweise nach hause, als ob es morgen nichts mehr gäbe. Morgen?!

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